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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Potential- und Risikoanalyse

Die Potential- und Risikoanalyse bildet das Fundament eines jeden Schutzkonzeptes.  

Sie dient dazu, alle „Räume“ der Gemeinde, eines gemeindeübergreifenden Dienstes oder einer Einrichtung bewusst wahrzunehmen und auf relevante Struktureigentümlichkeiten hin zu befragen. Diese “Räume” sind 

  • zwischenmenschliche Beziehungen: Welche Abhängigkeiten, Machtverhältnisse, Weisungsbefugnisse, 1zu1 Situationen gibt es?  
  • Kommunikationsräume: Welche Gesprächskultur haben wir? Wie ist der Umgang mit Nähe und Distanz? Welche Form der Begrüßung oder Verabschiedung voneinander sind üblich? 
  • virtuelle Räume (Messengerdienste, Internet, Social Media etc.): Wie sicher kann sich jede*r einzelne dort fühlen? Wie werden Persönlichkeitsrechte gewahrt? 
  • konkrete bauliche Gegebenheiten (Keller, Treppenhaus, Gruppenräume, Kirche…): Gibt es unklare, verdeckte Ecken, nicht einsehbare Bereiche? 

Anhand ihrer Ergebnisse kann festgelegt werden, welche Bausteine für den eigenen Bereich notwendig sind und in welcher Weise sie an besondere Begebenheiten angepasst werden müssen.  

Die Potentialanalyse dient der Verstetigung gelungener Bedingungen und ihrer Weiter-entwicklung (Hilfefragen: Was funktioniert gut? Was ist gelungen?). Die Risikoanalyse deckt identifizierte Risiken auf, Situationen, die ungute Gefühle erzeugen, bei denen Lücken sichtbar werden oder eindeutige Antworten nicht gegeben werden können.  

Die Leitfragen geben dabei Orientierung. Die Inhalte müssen den Gegebenheiten vor Ort angepasst werden; ggf. sind Punkte zu ergänzen oder zu streichen. Aus der Analyse muss für jeden konkreten Arbeitsbereich bzw. jede Arbeitssituation das entsprechend Zutreffende genutzt und durch Ergänzungen eine konkrete Anpassung vorgenommen werden. 

Die Erstellung einer Potenzial- und Risikoanalyse bildet den momentanen Ist-Zustand vor Ort ab und kann keine vollständige Sicherheit geben, dass sexualisierte Gewalt zukünftig nicht stattfinden könnte. Sie trägt jedoch dazu bei, die Gegebenheiten vor Ort genau zu betrachten sowie Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die das Risiko weiter minimieren.  

Unser Ziel ist es nach §6 KGSG eine täter*innenunfreundliche Umgebungen zu schaffen und strukturelle Maßnahmen zur Prävention zu verstetigen. Diese Analyse soll mit allen beteiligten Mitarbeitenden durchgeführt werden. Auch Evaluationen bei Teilnehmenden helfen bei der Klärung von Potentialen und Risiken. 


Zugehörige Dokumente:

Potential- und Risikoanalyse (*.pdf-Datei, 229 KB)

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