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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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11. HALLESCHE NACHT DER KIRCHEN
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Von Ruhepunkten bis mitreißenden Rhythmen - Impressionen in der Nacht der Kirchen
Samstag 20.08.2011 20:00 Uhr bis Samstag 20.08.2011 24:00 Uhr
Veranstaltungsort: Kirchen und Religionsgemeinschaften in Halle und Saalekreis
Veranstaltende Gemeinde: Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis,
Rubrik: Gottesdienste und Andachten, Musik/Kirchenmusik, Vorträge und Lesungen
Download:
pdf-Icon des Dokumentes NACHT DER KIRCHEN 2011 Programmflyer farbig (*.pdf-Datei, 343 KB)
pdf-Icon des Dokumentes NACHT DER KIRCHEN 2011 Programm A4 s/w (*.pdf-Datei, 114 KB)
pdf-Icon des Dokumentes NDK Ergebnisse der Besucherumfrage (*.pdf-Datei, 164 KB)

Am Samstag, dem 20. August 2011 haben sich wiederum viele Menschen aufgemacht, um in der NACHT DER KIRCHEN den Gotteshäusern der Region einen abendlichen Besuch abzustatten. Mittlerweile zum elften Mal öffneten die Sakralbauten und Gemeindehäuser der Region ihre Pforten, um die Besucherinnen und Besucher willkommen zu heißen. Bis weit außerhalb der Stadtgrenzen beeindruckten die Kirchen und Gemeinden mit ihrer Gastfreundschaft sowie Besonderheiten verschiedenster Art.

Bereits am späten Nachmittag und noch weit vor dem eigentlichen Start der NACHT DER KIRCHEN, konnte ich einen ersten Eindruck von dem gewinnen, was mich an diesem Tag so alles erwarten würde. In Löbejün waren Mitglieder der Gemeinde, im Garten des Pfarramtes um eine reich gedeckte Tafel versammelt. Ohne großes Zögern lud man mich zum Kaffee ein, verwickelte mich in Gespräche und öffnete mir die Türen der Kirche zur Besichtigung. Während draußen im Garten bereits Musik erklang und Kinder ausgelassen unter Apfelbäumen spielten, hatte ich Gelegenheit in aller Ruhe die Atmosphäre dieses Gotteshauses auf mich wirken zu lassen. Ein Moment um in der Stille der Kirche Kraft zu schöpfen. War ich in der Löbejüner Kirche noch ganz für mich allein, so änderte sich dies mit fortschreitender Zeit auf meiner Suche nach dem, was den Menschen der Region heilig ist.

In der Gutenberger Dorfkirche, suchte der Theologe Prof. Dr. Winkler das Gespräch mit den Gästen des Gotteshauses. „Ich bin überrascht! Wir haben bei weitem nicht mit so vielen Besuchern gerechnet. Wir sind unter den teilnehmenden Kirchen ja eher eine Randerscheinung.“ beschreibt dieser den Zustrom an Neugierigen. Eine Presseveröffentlichung wies im Vorfeld der NACHT DER KIRCHEN auf einen ungewöhnlichen Sachverhalt hin. Das Gutenberger Gotteshaus ist im Besitz eines echten Cranach-Gemäldes. Das eigentlich im Tresor verwahrte Bildnis, auf dem Martin Luther und Philipp Melanchthon abgebildet sind, wurde extra zu diesem Ereignis der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Highlight, das neben den neugierigen „Laien“ auch fachkundige Interessenten in die kleine Kirche im Saalekreis zu locken schien. „Die Besucher sind interessiert, offen und kommen mit ganz gezielten Fragen. Man merkt wie sachkundig sie sind und welch kompetentes Interesse sie haben.“ beschreibt Prof. Dr. Winkler seine Gesprächseindrücke.

Von ähnlichen Erfahrungen wusste auch der Vorsitzende des Kirchfördervereins Bennstedt, Herr Müller, zu berichten. Nicht ganz ohne Stolz erläuterte er die Fortschritte bei der Restaurierung der seinerzeit fast völlig verfallenen Kirche. Und diese Fortschritte spiegeln sich auch in der steigenden Besucherzahl wieder. „Die Kirche kennen wir von früher her. Sie hat sich von Jahr zu Jahr immer mehr entwickelt.“ beschreibt eine Besucherin, die mit ihrem Mann das Gotteshaus aufgesucht hat, ihre Eindrücke. Auf die Frage, was den Reiz dieser Nacht ausmacht und warum sich Leute auch auf den Weg etwas versteckten Kirchen machen, hat Müller seine ganz eigene Erklärung. „Ich glaube, dass die Leute über die Philosophie der Kirche nachdenken. Eine Philosophie mit der man ruhiger in sich leben kann. Die Menschen brauchen auch Ruhepunkte und die NACHT DER KIRCHEN trägt dazu bei, dass man solche Ruhepunkte finden kann.“

Weitaus weniger ruhig ging es in dieser Nacht in anderen Gotteshäusern der Region zu. Beim Betreten der Passendorfer Kirche in Halle-Neustadt wurde der Besucher von einem schwingendem Brummen empfangen. WARU, eine Didgeridoo-World-Music Band aus Leipzig, zogen die Zuhörer ab dem ersten Ton in ihren Bann. Unterstützt von exotischen Schlag- und Zupfinstrumenten erlebte das Publikum ein aufregendes Wechselspiel meditativer und mitreisender Augenblicke. Der immer wieder einsetzende frenetische Applaus erfüllte die ganze Nacht das kleine Gotteshaus im Schatten der hallenser Neustadt.

Auch in einer der größten Kirchen von Halle, hatte Musik an diesem Abend eine tragende Rolle. In der Pauluskirche zelebrierten SAXOFONQUADRAT einen Streifzug durch die Musikgeschichte. Und während hunderte von Besucherinnen und Besuchern sich an Jazz, Tango, alter und neuerer Musik erfreuten, drängten sich in der Taufkapelle der Kirche potentielle Spendewillige zur Knochenmarktypisierung. Wie in den vergangenen Jahren, folgenden auch zur elften NACHT DER KIRCHEN viele Freiwillige der Aufforderung des Rotary Club Halle und der Transfusionsmedizin des Universitätsklinikums zur Typisierung. In der Pauluskirche und im Diakoniewerk gaben insgesamt 77 neue Spendewillige ca. 10 ml Blut ab und konnten somit in die weltweite Datenbank aufgenommen werden. Nach Auskunft eines beteiligten Arztes konnten im vergangenen Jahr allein durch die Spenden von ca. 100 Personenaus dem Land Sachsen-Anhalt, weltweit Menschenleben gerettet werden. Die Initiatorin Dr. Maud Richter-Wenkel dankte umgehend „allen ehrenamtlichen Helfern und vor allem dem Rotary Club Halle und der Blutspende der Universität.“ und konstatierte abschließend „Danke, es war toll!“.

Ein ganz besonderer Dank geht auch an all die haupt- und ehrenamtlich Mitwirkenden der Nacht der Kirchen. Ohne Sie hätten sich die vielen Besucherinnen und Besucher nicht auf ihre ganz persönliche Pilgerreise begeben können. „Es ist ungemein wertvoll, wenn die Menschen dem Heiligen begegnen.“ hob Prof. Dr. Winkler aus Gutenberg die Bedeutung der NACHT DER KIRCHEN hervor. Auf dem Heimweg von meiner Reise begegnete mir eine Familie, die eines der, schon ziemlich abgenutzten, blauen Programme in den Händen hielt. Unwillkürlich musste ich in die Gesichter der Menschen blicken. Sie unterhielten sich, sahen ein wenig müde, aber auch zufrieden und glücklich aus. Zweifelsohne waren die zwei Frauen und ihr Begleiter, wie sicherlich auch viele andere Menschen in der Region, auf ihrer Suche erfolgreich und entdeckten ein wenig von dem, was ihnen und uns heilig ist. Willkommen im Leben…..  

Nacht der Kirchen 2011
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