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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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24.05.2016

Koordinierungsstelle 'Engagiert für Flüchtlinge': Sören Am Ende im Interview

Interview mit Am Ende

Sören, ein Jahr ist vorbei, wie hat sich Dein Tätigkeitsfeld weiterentwickelt?

Mein Aufgabenfeld hat sich insofern gewandelt, als dass ich im vergangenen Jahr von vielen Kirchengemeinden und Vereinen angefragt wurde, um über das Thema Flüchtlinge zu berichten. Das hat seit diesem Jahr ein wenig nachgelassen. Dafür fragen jetzt vermehrt soziale Träger und Flüchtlingsunterkünfte an, die Freiwillige für Eins-zu-Eins-Patenschaften suchen, für Flüchtlinge die in gewissen Bereichen, wie z.B. der Erlernung der deutschen Sprache oder Orientierung in der Stadt, Hilfe benötigen.

Wie viele der Ehrenamtlichen konnten den letztlich vermittelt werden?

Es ist schwer zu sagen, wieviele der mehr als 600 Engagementwilligen bisher vermittelt wurden, denn wir haben viele Engagementangebote, wo wir den Freiwilligen „nur“ die Adresse des Trägers geben und wir erfahren dann nicht zwangsläufig, inwieweit der Freiwillige dieses Angebot wahrgenommen hat.

Welche Rolle spielen die Kirchgemeinden in diesem Prozess?

Die Kirchengemeinden spielen in diesen Hilfsstrukturen eine sehr wichtige Rolle. Die Freiwilligenagentur ist spezialisiert auf die Vermittlung einzelner Engaggementangebote an einzelne Freiwillige. Kirchgemeinden können dann als bereits existierende Gruppe ganz andere Projekte starten und auch am Laufen halten, als einzelne Personen dies könnten.  

Konnte die KOST auch an die Gemeinden Impulse geben, die zu konkreten Engagementangeboten führten?

Es haben mich viele Gemeinden in den Anfangszeiten angefragt. Einige davon waren auch schon in der Flüchtlingshilfe aktiv, aber viele sind auch danach erst tätig geworden. Für viele Gemeinden war Ende letzten Jahres klar, „Wir wollen etwas machen!“. Einige davon sind es etwas langsamer angegangen und wollten nichts überstürzen – was ich auch begrüße. Sie wollten sich daher erst einmal informieren, was wird gebraucht, wie ist der Stand in Halle und was gibt es vielleicht schon in der Nähe, wo wir anknüpfen können. Und so sind dann nach und nach Projekte entstanden.

Worin siehst Du aktuell den größten Bedarf an Unterstützung?

Eine große Herausforderung ist für uns immer noch den Bedarf von Flüchtlingen an Sprachförderung abzudecken, die keinen Zugang zu Integrationskursen haben. Diese sind vollständig auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Neben Engagierten werden dabei auch Räumlichkeiten gebraucht. Der Welcome-Treff ist mit Projekten bereits ausgelastet. Ein anderes Feld, was stark nachgefragt wird, sind Freizeit- und Begegnungsangebote für Flüchtlinge.

Gibt es etwas, was Dich in Deiner Arbeit besonders berührt hat?

Eine Begegnung hat mich in dieser langen Zeit besonders berührt. Das sind eine afganische und eine deutsche Familie, die sich schon seit Monaten regelmäßig treffen. Die Familie spricht so gut wie gar kein Deutsch. Die Familie hat sich so gefreut, dass sie endlich mal eine deutsche Familie kennenlernen. Die verstehen sich aber so gut, dass daraus eine richtige Freundschaft entstanden ist. Das finde ich ganz toll, wenn es nicht nur bei der Hilfe bleibt, sondern wenn Freundschaften entstehen.

Wie sieht der weitere Weg der KOST aus?

Das ist abhängig von der Anzahl an Flüchtlingen, die in den kommenden Monaten und Jahren zu uns kommen werden. Ich denke, dass viele der Flüchtlinge auch in Halle bleiben werden und unser Stadtbild positiv verändern werden. Und ich denke, dass das Engagement für Flüchtlinge und daher auch die Vermittlung und Begleitung derer durch die Koordinierungsstelle die nächsten Jahre benötigt wird.

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