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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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24.08.2015

Brötchen und Kaffeeduft statt braunem Mief: Frühstück für ein weltoffenes Halle

Frühstück gegen Rechts in Halle-Neustadt

Als Teilnehmende einer meterlangen Frühstückstafel setzten auch Christinnen und Christen unseres Kirchenkreises gemeinsam mit ihren Mitmenschen am Samstag, d. 22. August 2015, ein beeindruckendes Zeichen für Weltoffenheit und Willkommenskultur. Zu der ungewöhnlichen Gegenveranstaltung zu einer geplanten NPD-Kundgebung hatte der Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), Dr. Bernd Wiegand, aufgerufen. Unterstützt wurde sein Aufruf von vielen Akteuren des öffentlichen Lebens, wie z.B. dem Regionalbischof des Propstsprengels Halle-Wittenberg, Dr. Johann Schneider, und Superintendent Hans-Jürgen Kant. Unter den mehr als 1.000, mit Picknickkörben, Brötchentüten und Thermoskannen voller Kaffee „bewaffneten“ Menschen befanden sich auch viele Mitglieder unserer Kirchgemeinden. Auch Gemeindemitglieder aus dem Saalekreis (z.B. Holleben) demonstrierten mit ihrer Teilnahme an dem Protestfrühstück, dass ein Klima des Willkommens nicht an städtischen Grenzen aufhört. Superintendent Hans-Jürgen Kant, der mit Familienmitgliedern angeradelt kam, verlieh in seinen kurzen Grußworten seiner Freude darüber Ausdruck, dass trotz der morgendlichen Stunde auch viele junge Menschen bei dieser Protestveranstaltung zu finden seien. Rückblickend resümiert das geistliche Oberhaupt: "Es ist ein gutes Zeichen gewesen, dass so viele Christen unseres Kirchenkreises dort mit an der Tafel gesessen haben. Allen Danke dafür und auch für manch anderes Engagement in den brennenden Flüchtlingsfragen."

Organisatoren und Unterstützer zeigten sich begeistert von der Resonanz. Das frühe Aufstehen am Samstagmorgen hat sich nach Einschätzung aller gelohnt. Nicht nur weil die NPD ihre Veranstaltung absagte, sondern weil die Menschen mit ihrem Erscheinen den vielen schönen Worten um eine städtische Kultur des Willkommens hiermit Substanz verliehen. Auch dank der immensen medialen Beachtung setzten die Menschen der Region mit dieser Aktion ein weithin beachtetes Zeichen. Dieses beeindruckende Statement gilt es jetzt mit aktivem Tun weiter zu untersetzen. Die Ströme Flüchtender werden auch in naher Zukunft nicht abreisen. Die bereits erfolgreich angelaufenen Hilfen zu Gunsten Geflüchteter müssen weiter aufrechterhalten und neue Unterstützungsinitiativen auf den Weg gebracht werden. In der vom Kirchenkreis, der Freiwilligenagentur und der Stadt Halle getragenen Koordinierungsstelle „Engagiert für Flüchtlinge“ finden sowohl engagierte Privatpersonen als auch Organisationen und Kirchgemeinden kompetente Ansprechpartner, die beraten und begleiten.

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