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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Geistliche Impulse

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Gut behütet - Sebastian Weidenhagen, Gemeindepädagoge im Bereich Nord-Ost (8-9/2016)

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich war in der letzten Juni Woche mit Kindern und Ehrenamtlichen unterwegs. Mit dem Fahrrad ging es quer durch den mittleren Teil von Sachsen-Anhalt bis nach Magdeburg. Immer entlang der Saale und ein Stückchen an der Elbe. Eine kleine Gruppe änderte täglich den Schlafplatz und reiste umher. „Wie werden die Wege beschaffen sein? Was wird passieren? Wo werden wir übernachten?“ (...)

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Auf, ins Freie! - Georg Bucher, Gastvikar aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Paulusgemeinde Halle (6-7/2016)

Der Sommer liegt vor mir und ruft mir zu: Auf, ins Freie!

Gegessen und gefeiert, gelacht und gespielt, gedacht und gelesen, gewandert und geruht wird jetzt draußen! Zu Hause und im Urlaub: Auf, ins Freie! Mach Dich auf ins Grüne, auf die Berge, an den Strand, auf die Straßen und Plätze, vor die Häuser und Kaffees! Raus aus den abgeschlossenen Räumen, weg von den geraden Wänden, hinfort mit dem künstlichen Licht: auf an die offenen und freien, die wilden und bewegten, die sich stetig wandelnden und sonnenhellen Orte: Auf, ins Freie! (...)

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Reformationsjubiläum 2017: Feiern mit Bedacht - Pfarrer Dr. Sebastian Kranich im Pfarrbereich Dieskau (4-5/2016)

Im Mai ist Lutherwoche. Das Reformationsjubiläum naht. 2017 wird Halle Kirchentagsort sein – zusammen mit Eisleben. Motto: „Zwei Städte für ein Halleluja“.

Politik, Tourismus, Wissenschaft, Kultur und Kirchen steuern auf das Großereignis zu. Alles klar soweit.

Ratlos vor dem Reformationsjubiläum? So platzte eine Theologische Zeitschrift in die Vorbereitungen. Ja, wissen wir eigentlich, was und wie wir feiern?

Dazu drei Einsichten und ein Wunsch: (...)

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Gute Vorsätze - Thomas Meißner, Pfarrer im Pfarrbereich Könnern (2-3/2016)

Das Jahr 2016 ist schon wieder fast 2 Monate alt... Spätestens wenn ich meinen Kalender auf Anfang stelle, ist es Zeit zum nachdenken… Was wird dieses Jahr geschehen? Wie will ich leben? Wie will ich agieren oder kann ich nur reagieren?

Eine „Handlungsanleitung“ im übertragenen Sinn findet sich dazu im Neuen Testament: Jesus sagt: "Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes." (Lukas 9,62)

Manch einer kennt das noch, wie ein Acker mit der Hand gepflügt wird. Ich stell mir vor: (...)

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Rot, Blau und Gelb - Dr. Konstanze Hamann, Klinikseelsorgerin im Uniklinikum Halle (Saale) (12/2015 - 1/2016)

Bunte Fußtapfen im Universitätsklinikum, rot, blau, gelb - ganz neu sind sie, nehmen ihren Anfang im Foyer und ich bin neugierig, diesen Spuren zu folgen. Es stellt sich heraus, dass dies nicht ganz einfach ist, denn schon nach kurzer Zeit trennen sie sich und nehmen unterschiedliche Verläufe und so lande ich über Treppen und Flure hinweg zunächst entweder in dem Ambulanzbereich für Erwachsene oder in der Kinderambulanz. Zum Schluss probiere ich noch die rote Fußspur und stehe an deren Ende direkt vor der Kreißsaaltür.

Ein Stück Willkommenskultur im Krankenhaus - Sprache ohne Worte, Hoffnung, das Leben soll weiter gehen, jetzt und hier … (...)

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Prof. Dr. Jörg Dierken - Dekan der Theologischen Fakultät an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (10-11/2015)

Sehr geehrte, liebe Leserinnen und Leser,

immer im Oktober beginnt das neue Studienjahr. Bei den Feierlichkeiten zur Eröffnung trifft eingespielte Routine auf die Erwartung von Neuem. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität haben ein vielfältiges Programm für die neuen Studierenden vorbereitet, das von feierlicher Begrüßung über fachlichen Informationen bis zu Geselligkeit und Party reicht. Bei uns in der Theologischen Fakultät beginnt der erste Semestertag mit einem Sektfrühstück und endet mit dem Universitätsgottesdienst. Doch ob das Programm bei allen ankommt, ob manche der Neuen und der Wechsler im unübersichtlichen Dschungel der Studienanforderungen verloren gehen oder andere vielleicht etwas ganz anderes suchen, erfährt man erst hinterher – wenn überhaupt. Und ob ein Seminar gut läuft oder man als Dozent eher Schiffbruch erleidet, muss sich auch erst zeigen. (...)

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Anfänge machen… - Dr. Ariane Schneider, Kreisschulpfarrerin (8-9/2015)

Wir stehen am Anfang, das weiß doch jedes Kind; Ende August beginnt schließlich ein neues Jahr: das Schuljahr. Anfang an einer neuen Schule. Neuen Anlauf nehmen. Alte Zensuren hinter sich lassen. Neue Freundschaften, neue Probleme, neue Chancen.

Für Kinder ist der neue Anfang mitten im Jahr ganz normal, so wie es für die Erwachsenen normal ist, ihre Kalenderwochen brav weiter zu zählen, bis KW 52 erreicht ist. Denn Erwachsene wollen immer was zu Ende bringen. Kinder eher nicht.

Kinder fangen erst einmal an. Je nachdem geht es dann weiter, oder eben nicht. Da bleibt auch manches auf der Strecke, was sich nicht bewährt hat und anderes wird später vielleicht neu wiederentdeckt. (...)

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„Freunde für`s Leben“ - Elisabeth Opitz, Gemeindepädagogin im Bereich Mitte-Nord (6-7/2015)

„Freunde für`s Leben“

Jonathan und David – welch ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Thronfolger und einem einfachen Hirten! Sie zu ergründen und beide Freunde näher kennen zu lernen das verspricht spannende Unterhaltung und Gelegenheit über eigene Freundschaften nach zu denken.

Freundschaften zu schließen, Begegnungen zu ermöglichen und zu verinnerlichen dazu braucht es Zeit, besondere Gelegenheiten und vielleicht sogar außer-gewöhnliche Orte.

Der Sommer scheint mir dazu wie geschaffen mit seinen lauen Nächten, der Farbenpracht der Blumen und reifenden Früchte, der freien Zeit des Urlaubs und der Ferien. Eine Zeit des Innehaltens und Besinnens, des Träumens aber auch der Reflektion erlebter Schwierigkeiten, Ängste, Sorgen und Nöte, eine Zeit des hoffentlich unbeschwerten Spiels für die Kinder. (...)

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Wer seine Hand an den Pflug legt... - Katharina Gürtler, Kreiskantorin (4-5/2015)

Der Wochenspruch am Sonntag OKULI las sich so:

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,der ist nicht geschickt für das Reich Gottes Lk9,62
Ein hartes Wort, wenn man bedenkt, wie sehr die meisten Menschen das Vertraute mögen und wie schwer es ist, Änderungen zuzulassen. In einer sich immer schneller drehenden Welt schöpfen wir Halt aus dem Gewohnten. Vielleicht lassen wir geringfügige Änderungen mal ganz gern zu, am liebsten,wenn sie positiv sind. Diese zutiefst menschliche Eigenschaft der Angst vor dem Neuen und Unbekannten ist doch natürlich,oder? (...)

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'1,2,3,4 … 67. 67 Kisten' - Anne Karakulin, ehem. Praktikantin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Evang. Kirchenkreises und jetzige Vikarin in der Nordkirche (2-3/2015)

1,2,3,4 … 67. 67 Kisten stapeln sich in meinem Wohnzimmer. Alles ist bereit für den Umzug in eine neue Stadt. Ein Neuanfang steht mir bevor sowohl beruflich als auch hinsichtlich des Lebensmittelpunktes. Als deshalb kürzlich ein Mitarbeiter des Umzugsunternehmens zur Wohnungsbestandsaufnahme bei mir war, hab ich noch selbstsicher behauptet, dass ich nicht viel „Kram“ habe. Und siehe da, es sind 67 Kisten geworden.

Was ich alles gebunkert und gesammelt habe ? wirklich erstaunlich! Aber erstaunlich war vor allem, wie viel ich wegwerfen musste. Den einen oder anderen Moment habe ich beim Aufräumen auch in seliger Erinnerung geschwelgt, als ich Postkarten, Briefe oder Nippes, der mir von diesem oder jener geschenkt wurde, betrachtet habe. Aber nein, all das kann wirklich nicht mit mir umziehen. Also hilft nur sortieren und ausrangieren. Ich habe sozusagen den Frühjahrsputz vorgezogen und kräftig ausgemistet. (...)

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'Die Farbe Blau' - Barbara Sonntag, Pfarrerin JVA „Roter Ochse“ (12/2014 - 1/2015)

Die Farbe Blau ist zunächst nicht die Farbe, die mit Advent und Weihnachten in Verbindung gebracht wird: Adventskerzen sind rot oder honigfarben und natürlich der grüne Tannenschmuck.

Haben Sie in der letzten Zeit gegen 16:45 mal in den Himmel geschaut? Ungefähr eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang? Oder sind Sie da gerade auf dem Heimweg von der Arbeit, vom Kindergarten, von der Schule, die Hände voll mit Eingekauftem und den Kopf mit Gedanken des Alltags? Es lohnt sich, den Blick nach oben zu wenden! Zu erblicken ist die „Blaue Stunde“. Wenn man sich Zeit nimmt für mehr als flüchtiges Hinschauen, wird man sich ihrem Zauber nicht entziehen können. Mit schönstem Blau ist der Himmel bei klarem Wetter geschmückt - als wenn hinter der Himmelswand zusätzlich ein Licht den Horizont anstrahlt. (...)

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'Wider die Zahlengläubigkeit' - Prof. Dr. Michael Domsgen - Evangelische Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (10-11/2014)

Philippus antwortete ihm: Selbst für zweihundert Denare Brot würde nicht ausreichen ...
Als sie satt geworden waren ... sammelten sie auf und füllten zwölf Körbe mit Brocken.
JOH 6, 7A.12A.13

Wider die Zahlengläubigkeit

Die kühlen Rechner haben Recht. 5000 Leute sind da. Die haben Hunger und sollen etwas zu essen bekommen. Das sind die Fakten. Klar und unumstößlich. Dann wird kurzerhand überschlagen, was gebraucht wird. Schließlich gibt es statistische Erfahrungswerte. Sagen wir mal, jeder braucht 200 g Brot. Bei 5000 Leuten sind das 1000 kg. So einfach ist das. Da würden 200 Denare kaum ausreichen. Philippus hat vollkommen Recht.

Ja, die kühlen Rechner haben Recht. Aber unser Glaube ist mehr als kühle Berechnung. Unser Glaube ist eine Gewissheit, ein Vertrauen. Gewissheit und Vertrauen lassen sich nicht in Zahlen einfangen. Da wird das genommen, was da ist. Einfach so. (...)

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'Sommer' - Ulrike Simm, Gemeindepädagogin in Bereich Mitte-Süd (08-09/2014)

Sommer ist für mich eine der schönsten Jahreszeiten im Jahr. Die Natur leuchtet unter dem blauen Himmel und der strahlenden Sonne. Warme Sommerabende laden ein, im Freien den Tag abzuschließen, dem Zirpen der Grillen zu lauschen und auf ein Konzert der Nachtigall zu hoffen.

Sommer ist aber auch eine Zeit des Abschieds, des Neuanfangs und der Veränderung. In meinen Gruppen in der Kinderkirche muss ich mich von den Kindern verabschieden, die nun zu den Konfirmanden wechseln. Neue Kinder werden nachkommen, von alten Strukturen und Angeboten muss man sich trennen, auf neu erdachten Projekten liegen Hoffungen – ja die Welt ändert sich immer, und besonders schnell im Sommer. (...)

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'Tage, an denen das Leben schön ist ...' - Grietje Neugebauer, Pfarrerin in der Heiland- und in St. Pankratius-Gemeinde Mötzlich (06-07/2014)

Ich bin so knallvergnügt erwacht
ich klatsche meine Hüften.
Das Wasser lockt, die Seife lacht,
Es dürstet mich nach Lüften
(…)
Aus meiner tiefen Seele zieht
Mit Nasenflügelbeben
Ein ungeheurer Appetit
Nach Frühstück und nach Leben.
(Joachim Ringelnatz)

Es gibt sie tatsächlich diese Tage, an denen das Leben schön ist, so wie es ist. Der Kaffee schmeckt aromatisch und ich öffne das Fenster, um die Sonnenstrahlen hereinzulassen. Die Sommerlinde duftet betörend. Ich nehme mir vor, heute mal wieder einen Aprikosenkuchen selbst zu backen. (...)

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'Alles Gute! Gedanken zum Pfingstfest' - Gastbeitrag des Superintendenten Hans-Jürgen Kant in der Mitteldeutschen Zeitung zu Pfingsten

Alles Gute! Gedanken zum Pfingstfest

Happy birthday, liebe Kirche! Es wird Pfingsten. Ich wünsche dir und allen, mit denen du an diesem Wochenende feierst, einen fröhlichen Geburtstag! Zweitausend Jahre bist du alt. Vieles von dem, was du geleistet hast, wird bleiben: Kunst und Musik, dein Einsatz für Bildung, Zusammenleben und Kultur. Dafür bin ich dir dankbar. Schmerzhaft sehe ich allerdings auch, dass du dich manchmal geirrt hast und schuldig geworden bist. Dass du gegen Andersdenkende mit Macht vorgegangen bist, als du sie besessen hast. Viel zu oft hast du deine eigenen Ideale verraten. Aber immer wieder bist du umgekehrt und hast dich auf deine Anfänge besonnen. (...)

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'Blaue Zeichen' - Gastbeitrag des Superintendenten Hans-Jürgen Kant in der Mitteldeutschen Zeitung zum Himmelfahrtstag

Die Ampel leuchtet blau! Nicht grün, nicht gelb und auch nicht rot. Doch was soll man tun, wenn alle Lichter Blau zeigen? So fragt Gerhard Schöne in einem Lied. Soll man gehen? Soll man stehenbleiben, losfahren oder warten? Dieses Blau ist schöner als der Himmel über der Stadt. Wie die Tinte des Dichters für ein Frühlingsgedicht sieht es aus. Wie ein Kirchenglasfenster, das die Sonne erleuchtet.
Die Leute sind verwirrt. Sie schimpfen auf das Straßenverkehrsamt, die Regierung, die Europäische Union, überhaupt auf diese Welt. Sie rufen nach der Polizei, damit die Ordnung endlich wiederhergestellt wird. Schließlich kommt jemand und stellt der Ampel den Strom ab. (...)

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„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ - Regine Ammer, Pfarrerin im Diakoniewerk Halle (04-05/2014)

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ Jes 66,13

Gott stellt sich und seine Zuwendung mit dem Bild der Mutter vor. Nicht nur allein der Trost wird als Zeichen dieser Mütterlichkeit genannt, sondern auch andere Wohltaten. Die „Kinder sollen auf dem Arm getragen werden, und auf den Knien wird man sie liebkosen.“ V.12 Das Volk der Israeliten bekommt so göttliches Heil zugesagt. Was ist da verbindender als ein solches Mutterbild, das Fürsorge, Geborgenheit und Liebe verspricht.

Auch uns mag ein solches Bild berühren, wenn wir uns nach Zuwendung sehnen. Dieses Verständnis der Mutter hat sich auch heute nicht verändert und es tut uns gut, die Nähe Gottes so zugesagt zu bekommen.

Wie wichtig uns die Mütter sind, die Frauen, die Kindern das Leben geschenkt haben, bezeugen wir mit ihrer Ehrung am Muttertag. Wir feiern ihn in diesem Jahr am 11. Mai. (...)

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'Mit den eigenen Abgründen ins Gespräch kommen.' - Gastbeitrag des Superintendenten Hans-Jürgen Kant in der Mitteldeutschen Zeitung zum Karfreitag

„O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn.“ Unerwartet füllt die Melodie des alten Chorals, der am Karfreitag in vielen Kirchen gesungen wird, den Saal des Neuen Theaters in Halle. Mitten in dem Stück „Einer flog über das Kuckucksnest“ wird mir dabei deutlich: Ja, das, was McMurphy und der Indianer Chief Bromden hier erleben, kann sich überall ereignen: Menschen werden gefoltert und sollen zum Schweigen gebracht werden, weil sie sich nach Freiheit sehnen, unangepasst ihren Weg gehen, Ordnungen in Frage stellen. (...)

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'Innehalten - auf halben Weg zwischen Weihnachten und Ostern.' - Johannes Heinze, Vikar in der Luthergemeinde Halle (02-03/2014)

„Ich bin ja eher ein Osterchrist, als ein Weihnachtschrist“, sagte mir jüngst ein Freund. Da stutzte ich und sah ihn fragend an.Sofort stürzten Assoziationen auf mich ein: „Weihnachtschristen!“

Dieses Wort hörte ich bisher stets in Verbindung mit abschätziger Arroganz über die, die sonst nie auftauchen bei Kirchens; höchsten noch zu den Lebenswenden die Dienstleistungen der Kirche in Anspruch nehmen. Mir schien diese Arroganz immer unangebracht. (...)

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„Gott nahe zu sein ist mein Glück.' (Jahreslosung 2014) - Dieter Schubert, Pfarrer im Kirchspiel Halle Süd/Hohenweiden/Holleben (12/2013-01/2014)

„ Gott nahe zu sein ist mein Glück. „ - Psalm 73 – Vers 28: Das ist ein Satz. Das ist ein Wunsch. Das ist eine Erfahrung. Das ist ein Bekenntnis. Das ist die Jahreslosung der evangelischen Kirche für das Jahr 2014.

Gott nahe zu sein ist mein Glück – mit dieser Einsicht endet ein intensives Lied. Asaph singt es, ein Mann der zur Zeit Davids lebt. Er gehört wahrscheinlich zur Rotte Korach, einer ganz frommen Gruppe des alten Israel. Fromm sind sie - und gescheitert sind sie schließlich. Das ganze Lied spiegelt die Erfahrungen individueller Ohnmacht und Ungerechtigkeiten. (...)

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Alles, alles wird gut - Gastbeitrag des Superintendenten in der Mitteldeutschen Zeitung zur Weihnacht

Wo lässt sich Weihnachten entdecken? Ich laufe heute Morgen durch unsere Wohnung. Vorbei an Geschenkpapier, das in der Diele bunt durcheinander liegt. Kaffeeduft lockt mich in die Küche. Hinter der Wohnzimmertür weiß ich den Weihnachtsbaum. Noch darf niemand hinein. (...)

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„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ - Simone Carstens-Kant, Pfarrerin im Zentrum Taufe in Lutherstadt Eisleben (10-11/2013)

Der Fußboden in Luthers Taufkirche in Eisleben ist wie das Spiel von Wasserwellen gestaltet. Auf den Wellenringen lässt es sich wunderbar wandern. Kaum habe ich einen Ring für mich entdeckt, wird er schon wieder von einem anderen durchkreuzt und ich muss mich entscheiden: Weiter auf dem alten Pfad oder doch das Neue wagen?
Weiter so wie damals als Kind: „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“? Das hieße: Klein bleiben und geradezu unbeweglich. (...)

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Mit Dank (Zum Tag der Deutschen Einheit)- Gastbeitrag des Superintendenten in der Mitteldeutschen Zeitung

„O happy day“ singen die „Salttown Voices“ aus Halle am letzten Samstag in Brachstedt. Nicht zum Tag der Deutschen Einheit, sondern zum Ende eines Bauabschnittes in der dortigen Kirche. Politische Feiertage werden emotionsloser begangen. Fahnen, Triumphzüge und innige Küsse der Parteioberen von einst lassen uns heute nüchtern sein. Für alle, die damals noch Kind waren, liegt diese Zeit ohnehin ganz fern.

„Vielleicht brauchen wir vor dem 3. Oktober einen Tag der Erinnerung an die DDR. Das würde die Freude über das, was wir heute erleben, steigern“, meint Günter Buchenau, (...)

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Jene,die annehmen, dass alle Dinge dem Zufall entspringen, hätten recht,wenn … - Ralf Döbbeling, Pfarrer in der Bartholomäusgemeinde (08-09/2013)

Der Zufall als Ursprung aller Dinge. Das heißt, dass Glück und Unglück,letztlich die Vielfalt der Welt zufällig sind. Sie sind nichtnotwendig oder zwangsläufig.
Ich verstehe den Gedanken, kann aber nicht zustimmen.
Ich komme gerade aus einer Zeit, die mich zweifeln lässt, ob der Zufalldas gefügt hat. Begegnungen, Engagement, Engagement kamen zusammen und haben mir einen Weg gebahnt. Darüber bin ich froh. Und mir ist, als wenn an diesen Zufällen noch die Fingerabdrücke Gottes kleben. (...)

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Endlich ist er da, der Sommer - Birgit Malinowski, Gemeindepädagogin (07/2013)

Lang ersehnt nach dem hartnäckigen Winter und dem durchwachsenen Frühling. Lang ersehnt nach den bangen Tagen des Juni-Hochwassers. Wenn Sie diese Zeilen lesen, sind hoffentlich die größten Aufräumarbeiten getan und so etwas wie Alltag ist wieder eingekehrt. Voll Dankbarkeit können wir zurückblicken auf die vielen Zeichen der Anteilnahme und Solidarität. Und vielleicht kann sich ja der Blick öffnen für das, wofür der Sommer auch steht: Die für manche schönste Zeit des Jahres. (...)

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Die Pause - Kristin Heyser, Pfarrerin in St. Briccius Trotha und in Seeben (06/2013)

Der Sommer ist in die Stadt gekommen. Familien bevölkern das Saaleufer, treffen sich mit Kind und Hund, essen Eis, spielen. Junge Leute picknicken in den Grünanlagen. Sie machen einfach Pause! Gäbe es die Pause nicht, wären Schulstunden und Arbeitstage zermürbend, Cafés und Parks überflüssig, Kompositionen langweilig. (...)

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Das Trinitatsfest - Kristin Heyser, Pfarrerin in St. Briccius Trotha und in Seeben

Am Sonntag nach Pfingsten beginnt mit dem Fest der „Heiligen Dreifaltigkeit“, die Trinitatiszeit, eine Art kirchliches Sommerloch. Gemeindefeste und Ferien bestimmen die Zeit. Die Trinität begegnet uns an jedem Sonntag, wenn wir „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ den Gottesdienst feiern. Gott ist „der Eine“ in dreifältiger Weise. (...)

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125 Jahre Evangelische Stadtmission Halle e.V. - Sebastian Thiele, Assistent des Vorstands der Evang. Stadtmission (05/2013)

Im Wandel der Sozialräume und Zeiten gibt es nicht viele Konstanten, ausgenommen vielleicht die Unsicherheiten aller Epochen. Die Stadtmission Halle versucht seit 125 Jahren mit ihrer Arbeit den Menschen dieser Stadt ein zuverlässiger Ansprechpartner und Helfer zu sein. Das Jahr 2013 bietet nun die Gelegenheit, eine Bilanz zu ziehen. (...)

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Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder - Joachim Diemer, Kirchenmusiker in Könnern und Alsleben (04/2013)

Dass sich singen positiv auf unser Wohlbefinden auswirken kann, haben wir vielleicht schon am eigenen Leib erfahren können. Ob alleine zu Hause zum Beispiel in der Badewanne oder auch in einer Chorgemeinschaft. Vielleicht dort besonders, weil das Singen mit gleichgesinnten Sängerinnen und Sängern ein besonders schönes Erleben ist.
Über die positiven Auswirkungen des Singens kann man eine ganze Menge in der Literatur lesen. (...)

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Dazu ist erschienen der Sohn Gottes,... - Dietmar Nikolai Webel, Ordinierter Gemeindepädagoge im Pfarrbereich Landsberg (03/2013)

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (l. Joh. 3,8)

Immer wieder werde ich von Schülern gefragt: "Gibt es den Teufel?" Was wären die Märchen ohne Teufel? Auch unter den Figuren jedes Kaspertheaters schlummert er. Wie viel Spaß haben die Kinder, wenn sie sich gegen den Teufel verbünden? (...)

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