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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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01.11.2018

Werner Meyknecht mit dreifachen Geläut in der Kirche Landsberg begrüßt

Begrueßung Werner Meyknecht

„Ja ist den schon Weihnachten?“, hat sich der ein oder die andere sicherlich gefragt, als sie Mitte Oktober vor der Landsberger Kirche auf die Emporen verwiesen wurden. Ebenerdig war im Innenraum des Gotteshauses kein freier Platz mehr zu finden. Mitglieder aus sechs Gemeinden hatten sich auf den Weg nach Landsberg gemacht, um gemeinsam mit Superintendent Hans-Jürgen Kant den neuen Gemeindepfarrer Werner Meyknecht in der Region zu begrüßen. Mit Antritt seines Dienstes beginnt für den aus dem sachsen-anhaltinischen Laucha an der Unstrut stammenden Theologen eine dreijährige Entsendungszeit. So bezeichnet man die, sich in der Regel an´s Vikariat anschließende Phase einer Dienstzeit auf Probe.

Werner Meyknecht hatte schon seit einigen Jahren ausreichend Gelegenheit, die umliegende Region und ihre Menschen näher kennenzulernen. Bis zum Frühjahr dieses Jahres versah er sein Vikariat im benachbarten Pfarrbereich Wettin. Die gemeinsame Zeit mit seinem Mentor Andreas Schuster bezeichnet er rückblickend als ein "ein großes Glück“. Neben der Schärfung seines theologischen und seelsorgerlichen Profils, beschäftigte sich Meyknecht auch intensiv mit strukturellen Fragen. Dabei bewies er ein Gespür dafür, was dran ist und was gebraucht wird - auch außerhalb kirchlicher Strukturen. Vorurteilsfrei zuhören, den eigenen Resonanzen nachspüren und in einer verständlichen Sprache der Hoffnung Ausdruck verleihen; mit dem „Kirchgruppenprojekt“ des Wettiner Pfarrbereiches zeigte der junge Theologe gemeinsam mit seinem Mentor, wie so etwas erfolgreich gehen kann. „Ich freue mich, wenn wir Mitarbeiter bekommen, denen das am Herzen liegt.“, blickt Superintendent Hans-Jürgen Kant auf das EKMweit bislang einzige Projekt dieser Art. (Übrigens: Daraus ist eine Publikation entstanden, die in Kürze druckfrisch im Kreiskirchenamt vorliegen wird und auch auf der Webseite des Kirchenkreises nachgelesen werden kann.)

In seiner ersten Predigt nach Verlesung der offiziellen Entsendungsurkunde nahm Werner Meyknecht seine Gemeinde mit auf eine Wanderschaft durch die Bergwelt der Alpen. Mit bildgewaltigen Sprache – „Unsere Füße sind wie junge Hunde. Sie wollen laufen!“ – zog der Seelsorger die Gottesdienstbesucherinnen und –besucher unweigerlich in seinen Bann. Die sprichwörtliche Stecknadel hätte man fallen hören können, so gespannt lauschte der völlig verstummte Kirchraum Meyknechts Ausführungen. Sich in den Augen eines jungen Kalbes auf der Alm verlierend, beschreibt er Vergangenes, Erlebtes und Erwartetes. Freude trifft auf Trauer, Zuversicht begegnet Ratlosigkeit. Skizzenhafte Szenen bekommen Gesichter in den Vorstellungen der Zuhörenden. Meyknechts Reise endet wieder da, wo Sie begonnen hat, auf der Alm vis-a-vis mit dem jungen Kalb.

Er schlägt den Bogen ins Hier und Jetzt - hin zu seiner neuen Gemeinde. Denn am Tag seiner Begrüßung übergibt der neue Landsberger Pfarrer auch zwei neue Bronzeglocken erstmals ihrer Bestimmung: „Hören Sie hin, jeden Tag!“ Denn ähnlich dem Kalb auf der Alpenwiese brauchen auch wir Menschen „Glocken, damit wir nicht verlorengehen!“ Und im Geläut der zwei neuen und einen "alten" Glocke zieht Meyknecht gemeinsam mit seiner Gemeinde vor die Kirche, um ins "Großer Gott wir loben Dich" einzustimmen.

Wir wünschen den Gemeinden des Landesberger Pfarrbereichs und ihrem neuen Seelsorger Werner Meyknecht eine segensreiche Zeit.

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