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Zelt des Glaubens lässt sich im Neustädter Zentrum nieder

Eine Jurte direkt neben dem Skaterpark in Halle-Neustadt? Am Martinstag haben die Emmaus-Gemeinde Halle-Neustadt und das Islamische Kultur-Centrum dort gemeinsam einen temporären Begegnungsort errichtet – in Sichtweite eines der beliebtesten Jugendtreffpunkte des Stadtteils.

„Das Zelt des Glaubens ist ein Ort, an dem die Religionen zusammenkommen“, sagt Pia Dobisch von der Neustädter Gemeinde. Schon von Weitem machen die Trommler von Scout Spirit mit rhythmischem Trommelwirbel auf das ungewöhnliche Event aufmerksam und laden Passantinnen und Passanten zu Gebäck und Tee ein. Rund um das Zelt haben Vertreterinnen und Vertreter beider Gemeinden Aktionsstände aufgebaut, um mit den Gästen ins Gespräch zu kommen – über Glauben, Zusammenleben und das, was Menschen miteinander verbindet.

„Out of the Box“, wie das Projekt im Englischen heißt, ist dabei weit mehr als ein Begegnungsort. Es soll ein sichtbares Zeichen für Frieden und gegenseitigen Respekt setzen, betont Dr. Tarik Ali vom Islamischen Kulturzentrum. Das mobile Zelt erinnere an das Zelt Abrahams, des Urvaters der drei großen Weltreligionen – ein Sinnbild für Gastfreundschaft und Toleranz, in dem Glaube erfahrbar und nahbar werde. Besonders junge Menschen ohne religiöse Bindung seien eingeladen, im Austausch voneinander zu lernen und Verständnis für gelebten Glauben zu entwickeln.

„Verständnis entsteht durch Begegnung und nicht durch Distanz“, sagt Dr. Ali und fasst zusammen: Die Initiative zeige, „dass Zusammenarbeit und Vertrauen eine starke Basis für unser Zusammenleben ist.“

Der Startschuss für das Projekt fiel bewusst am 11. November, dem Martinstag. Das Martinsfest steht in der christlichen Tradition für Teilen, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft – Werte, die das „Zelt des Glaubens“ aufgreift und in einen interreligiösen Kontext überträgt.

So bleibt zu hoffen, dass – ganz im Sinne des kraftvollen Trommelwirbels zum Auftakt – auch der vom „Zelt des Glaubens“ ausgesandte Impuls für Offenheit und Respekt weithin hörbar bleibt.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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