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Vertrauen, Geduld und Gemeinschaft: Bahnhofsmission feiert Jubiläum

Mit Kuchen, einer Tombola und einem festlichen Gottesdienst feierte die Evangelische Bahnhofsmission Halle am Sonntag, d. 20 September, 2026 ihren 35. Geburtstag.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand der Gottesdienst in der Kuppelhalle des halleschen Hauptbahnhofs. Zu Beginn der Feier wurde Arne Rohra in sein neues Amt als stellvertretender Leiter der Einrichtung eingeführt.

In ihrer anschließenden Predigt bezog sich Superintendentin Dr. Ute Niethammer auf die Verse 35 und 36 aus dem 10. Kapitel des Hebräerbriefs:

„Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.“

Die Bahnhofsmission, so Niethammer, sei ein Ort, an dem Geduld und Vertrauen täglich gelebt werden – in Strukturen, in der Leitung und im Umgang mit den Gästen. Besonders hervorzuheben seien die ehrenamtlich Engagierten, von denen viele ohne expliziten Glauben an Christus handeln. Doch gerade sie, die sogenannten „anonymen Christen“ – ein Begriff des katholischen Theologen Karl Rahner – seien durch ihre Mitmenschlichkeit vom Geist Gottes durchdrungen. 

„Christus kommt nicht ohne euch aus“, 

betonte die Theologin in ihrer Ansprache. Höhepunkt des Gottesdienstes war das Agape-Mahl. Körbe mit Brot und Trauben wanderten als durch die Reihen, als Zeichen der Verbundenheit inmitten des lebhaften Bahnhofsgeschehens.

Grußworte überbrachten unter anderem Karsten Kammler, Leiter des Bahnhofsmanagements, sowie Vertreter:innen der Bundespolizei. Kammler dankte für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und sicherte der Bahnhofsmission auch künftig unkomplizierte und schnelle Hilfe zu – wo immer es möglich ist.

Ein besonderes Geschenk hatte Pfarrerin Märit Kaasch für die Leiterin der Einrichtung, Heike Müller, im Gepäck: Nach mehrfachem Ausfall des Geschirrspülers im täglichen Betrieb überreichte sie einen Gutschein für eine Gratisreparatur – eine praktische Geste für den Fall, dass der „Worst Case“ erneut eintritt.

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