TelefonSeelsorge feiert Jubiläum
Die Freude über das Jubiläum spürte man Gundula Eichert deutlich ab. Mit wertschätzenden und dankbaren Worten eröffnete die Leiterin der TelefonSeelsorge den Festgottesdienst in der halleschen Marktkirche.
Seit 35 Jahren ist die TelefonSeelsorge in Halle für Menschen da, die Halt und ein offenes Ohr brauchen. Rund 80 Mitarbeitende engagieren sich ehrenamtlich in der Einrichtung. Ebenso viele Gäste fanden am gestrigen Freitag den Weg in die hallesche Marktkirche. Unter ihnen waren aktive und ehemalige Seelsorger*innen sowie Unterstützer*innen der TS, wie die TelefonSeelsorge kurz genannt wird. Die Beigeordnete der Stadt Halle, Katharina Brederlow, war ebenso zugegen wie Ute Mertens, Leiterin der TelefonSeelsorge in Magdeburg.
Bei der Telefonseelsorge gehe es zunächst um etwas ganz Einfaches, betont Superintendentin Dr. Ute Niethammer in ihrer Predigt: „Hier spricht ein Mensch mit anderen Menschen“ – auf Augenhöhe und ohne Ansehen von Religion oder Geschlecht. Daher sei Seelsorge ein überchristliches Bedürfnis, Seelsorge selbst aber etwas Urchristliches.
In den Gesprächen erfahren Menschen, so die Superintendentin weiter, dass sie angenommen werden, auch wenn sie selbst sich als fehlerbehaftet ablehnen. Wie schön, dass es die Menschen der TelefonSeelsorge gibt, die zuhören und dabei helfen, die eigene Situation in der Welt einzuordnen. Im Gespräch können Person und Problem wieder auseinander treten und sind nicht mehr deckungsgleich. Seelsorge ist dabei dabei mehr als nur die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. In den Gesprächen könne eine Kraft spürbar werden, die Menschen trägt. „Die Kraft, die mich stützt, scheint in den Gesprächen durch“, sagte Dr. Niethammer.
35 Jahre TelefonSeelsorge sind 35 Jahre des Zuhörens und des Angenommenseins – und ein wirklich guter Grund zum Feiern. Danke auch von uns für eure wertvolle Arbeit und
„Happy birthday!“