Tauffest am Heidebad – Ein Bericht
Sechszehn Menschen haben am Samstagnachmittag am Heidebad ein neues Kapitel ihres Lebens aufgeschlagen – unter dem Slogan „Auftauchen, Platz nehmen, Leben“ feierten die Gemeinden um den Heidesee ein Tauffest, das fröhliche und
entspannte Gemeinschaft vereinte.
Bangen am Morgen, Sonne am Nachmittag
Der Morgen des 20. Juni begann schwül, dunkel. Donnergrollt über den Westen Halles. Regen über dem Heidesee ließ manchen Verantwortlichen auf die Wettervorhersage hoffen. Doch als hätte Gott gefallen an dem, was die Menschen sich da ausgedacht hatten, klarte der Himmel pünktlich um 14:30 Uhr auf. Warme Junisonne empfing die rund 150 Gäste, die ab 14 Uhr am Ufer Platz nahmen – und den Moment der Taufen im Heidesee geduldig erwarteten.
16 Täuflinge – von Jung bis Erwachsen
Zehn Kinder, vier Jugendliche und zwei Erwachsene ließen sich an diesem Nachmittag taufen. Jede Taufe war ein eigener kleiner Moment – begleitet vom Jubel und Applaus der Gäste am Seeufer, der sich laut und herzlich über das Wasser trug. Wer hätte das mit Blick auf den Vormittag gedacht. Drei Jugendliche hatten die treffende Antwort: „Es läuft doch.“ Und so war es. Kinder liefen in Sand und Wasser. Tränen der Freude und Rührung, Wasser ließ über Kopf und Kleider.
Feierlich, entspannt, unvergesslich
Hanna Henke, die das Tauffest maßgeblich organisiert und durchgeführt hat, gestaltete den Gottesdienst gemeinsam mit Eckart Warner, Miriam Mansour und Samuel Hüfken in einer Atmosphäre, die gleichzeitig feierlich und unaufgeregt war. Zur lebendigkeit, man kann es nicht anders sagen, trägt immer auch die Musik bei. Lebendig und Gesangesstark begleitete der Chor Joy’n’us aus Halle das Fest und gab den Taufen einen klangreichen, lebendigen und feierlichen Rahmen.
Im Anschluss an die Taufhandlungen waren alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Viele nutzen die Möglichkeit bei bestem Wetter die Zeit zu lassen. So wurden die knapp vier Stunden am Seeufer zum lockeren Beisammensein – Gespräche, Wiedersehen, das Nachklingen eines besonderen Nachmittags. Der Heidesee bot dabei eine Kulisse, die kaum schöner hätte sein können. „Dass man das ruhig wiederholen kann, da sind sich die Pfarrerinnen und Pfarrer einig. In zwei Jahren heißt es dann wieder: Auftauchen. Platz nehmen. Leben.
Text: Samuel Hüfken