Out of the Box jetzt fest verankert im Herzen der Neustadt
„Ich finde es richtig schön, welch positive Stimmung hier ist. Das sagt viel darüber aus, wie sich die Menschen hier in unserem Container fühlen. Ich glaub, das wird was“,
freut sich Pfarrerin Hanna Henke über den Zuspruch am Eröffnungstag von „Out of the box“. Was im November mit dem „Zelt des Glaubens“ in Halle-Neustadt seinen Anfang genommen hat, erfuhr am heutigen Donnerstag, d. 29. Januar 2026 mit einem umgebauten Bürocontainer seine Verstetigung. Unweit des Neustadt-Centrums ist ein stationärer Lern- und Begegnungsort entstanden, wo Akteure verschiedener Religionsgemeinschaften einen Einblick in religiöse Gemeinsamkeiten und Besonderheiten geben.
Von der Sinnhaftigkeit überzeugt ist auch der Leiter des städtischen Dienstleistungszentrums Integration, Oliver Paulsen: „Was man in Neustadt braucht, ist nicht unbedingt ein interreligiöser Dialog, denn ein Großteil der Bevölkerung ist atheistisch geprägt. Insofern ist das ein tolles Signal, wenn sich hier viele verschiedene Religionen zusammentun und die Menschen einladen, um sich gegenseitig kennenzulernen und miteinander in den Austausch zu kommen. Ich glaube, dass wenn man gerade in Richtung des Islam guckt, da sind die Meinungen hierzu oft sehr vorurteilsbehaftet und dann sind solche Initiativen und Angebote echt Gold wert – gerade hier.“
Künftig kann „Out oft the box“ unweit des Neustadt-Centrums nach Anmeldung mit Gruppen und Schulklassen besucht werden. Er ist ausgestattet mit interaktivem Material für verschiedene Altersgruppen. Zudem sind perspektivisch auch feste Öffnungszeiten geplant. Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt soll die im Februar beginnende Fastenzeit sein. Der bewusste Verzicht, so Pfarrerin Henke, sei ein verbindendes Element zwischen den Religionen.
Am Projekt beteiligt sind das Islamisches Kulturcenter Halle (Saale) e.V., der Landesverband Jüdischer Gemeinden, die Evangelische Emmausgemeinde Halle als Vertreterin des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis sowie die hallesche Bahai-Gemeinde.
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz auf Basis eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.