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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Wort zum Tag, Montag, 22.03.2021

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Liebe Leserinnen und Leser,

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf und folge mir nach.“ Worte, die Jesus nicht nur an die Menschen damals gerichtet hat.

In unserer Kirche in Heilig Kreuz hängt es groß und gewaltig im Altarraum, das Kreuz. Es ist nicht starr und aus einem Stück hergestellt, vielmehr sind es viele Bahnen, viele Kreuze, welche hintereinander angeordnet sind und dennoch eine Einheit bilden. Verschieden und vielschichtig sind auch wir und gehören doch zu einer Gemeinschaft. Schaut man genau hin, stellt man eine leichte Bewegung fest. Es bewegt sich, bewegt uns, bewegt etwas, wird so zum Zeichen für unser bewegtes Leben unter dem Kreuz. Auch wir, unser Leben sind Bewegungsabläufen unterworfen, denen wir uns stellen müssen. Dieses Kreuz, ein gewollter Blickfang, welcher den Namen unserer Gemeinde symbolisiert. Unmissverständlich zeigt es aber auch an: In dem einen Kreuz, welches Jesus getragen hat und an welchem er gestorben ist, vereinigen sich die Kreuze, die auch wir zu tragen haben.                                                                                                                                                                            Was dieses Kreuz in unserer Kirche besonders hervorhebt, ist seine Farbe. Lebendiges Weiß, welches von Auferstehung und Leben kündet. Für mich ist das eine froh machende Aussage. Nicht die Dunkelheit des Todes prägt es, sondern es führt durch den Tod zum Leben.                                                          Betrachten wir einmal die Form eines Kreuzes, dann stellen wir fest, es besteht aus einer durchbrochenen Ebene. Ein Schnitt teilt es, egal von welcher Linie ich ausgehe, sie wird unterbrochen, doch danach geht es weiter.                                                                                                                                           Auch in meinem Leben gab es immer wieder durchkreuzte Lebenspläne, die mich manchmal fast aus der Bahn geworfen hätten, doch immer ergab sich daraus ein Sinn. Vertrauen in Gottes Pläne, nicht immer kann ich sie sofort erkennen und durchschauen. Mitunter dauert es eine längere Zeit. Wenn aber mein Lebensablauf unterbrochen wird, mir etwas in die Quere kommt, dann muss ich innehalten und mich neu orientieren. Nicht der Blick nach hinten bringt mich weiter, sondern der Blick nach vorn, der Blick auf Gott. Nicht das Kreuz, wie auch immer es aussehen mag, nicht die Dunkelheit ist das Letzte, sondern Christus, der Auferstandene. Ein immer wieder Mut machender Gedanke.

Gebet                                                                                                                                                                                  Gott, himmlischer Vater, so wie du deinen Sohn am Kreuz nicht im Stich gelassen hast, so dürfen auch wir immer wieder auf dich hoffen. Sei mit uns, wenn uns unser Kreuz zu schwer wird, wenn wir drohen, darunter zusammenzubrechen, wenn die Dunkelheit uns umfängt und wir nicht weiterkommen. Lass uns mit offenen Augen durch das Leben gehen, damit wir erkennen, wo wir füreinander zum Kreuzträger werden können.

Liedvorschlag  GL 461/ EG 385, 1                                                                                                                                                         „Mir nach“, spricht Christus, unser Held, „mir nach ihr Christen alle! Verleugnet euch, verlasst die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle; nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wandel nach.“

Vorschlag für den Tag                                                                                                                                                         Halten Sie einmal Rückschau auf Ihr Leben. Wo sind Ihre Lebenspläne durchkreuzt worden, welche Auswirkungen, ob negativ oder positiv, hatte und hat es auf Ihr Leben heute? Sollten Sie heute mal an einer Kreuzung zum Stehen kommen, halten Sie mal bewusst Ausschau in alle Richtungen, mitunter ergeben sich völlig neue Wege, oder schauen Sie sich mal in unserer Kirche, in der Gütchenstr. 21, das Kreuz an.                                                                                                                                                     

Einen gesegneten Tag wünsche ich Ihnen, Monika Klamt (KV PLUS Pfarrei Carl Lampert)

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