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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Wort für den Tag, Samstag, 27.02.21

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Liebe Leserinnen und Leser,

Matthäus 26, 40 - 41

„Und er ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“

„Corona“, ein Wort, welches bis vor nicht allzu langer Zeit für den größten Teil der Bevölkerung nicht existierte. Heute ruft es bei den Menschen sehr unterschiedliche Empfindungen hervor. Manche können und wollen es nicht mehr hören. Bei Anderen schrillen die Alarmglocken und wieder Andere bestreiten das Vorhandensein von diesem Virus, welcher sich hinter dem Wort verbirgt. Wie auch immer man dazu steht, für mich stellt sich immer mehr die Frage: Was kommt danach, wenn alles wieder ganz normal ist? Die momentane Sorge um das eigene Wohl, der eigenen Familie, der eigenen Wirtschaft, ist völlig verständlich, für uns, die wir bisher das Wort: Not in seiner ganzen Tragweite kaum am eigenen Körper verspürt haben. Plötzlich aber ist sie da, die Angst um die eigene Existenz, um die geistige und soziale Entwicklung der Kinder, um all das, was unser Leben bisher so reich gemacht hat. Eine Angst, die man nicht einfach vom Tisch wischen darf, gleichzeitig aber wünschte ich mir, sie würde uns auch nachdenklich machen. Diese Entbehrungen, die wir jetzt so schmerzlich empfinden, für einen großen Teil der Menschheit sind sie schon lange Normalität. Normalität, die auch weiterhin zu ihrem Leben gehören wird, wenn nicht Menschen wie wir lernen, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Wenn wir nicht wieder zur Tagesordnung übergehen und vergessen und verschlafen. Wachsam sein, wach bleiben, so wie es Jesus von seinen Jüngern erhofft hatte.

Gebet

Herr, Jesus Christus, auch du hast sie durchlitten, die Angst, die auch uns mitunter den Schweiß auf die Stirn treibt. Voller Sorge schauen die Menschen in die Zukunft, niemand weiß wirklich, wie es einmal weitergehen wird. Da ist die Angst vor der Krankheit selbst, die Angst vor Vereinsamung, die Angst um die eigene Existenz, und der Ängste ließen sich noch viele aufzählen. Eine für viele Menschen ungewollte Fastenzeit, die in anderen Ländern zur Tagesordnung gehört. All das, was wir jetzt so einschneidend erleben, ist dort Normalität. Den Kampf ums nackte Überleben, ohne jeden Komfort, nur einen Bruchteil davon haben wir zu spüren bekommen, und dennoch zieht es uns den Boden unter den Füßen weg. Hilf uns, wach zu bleiben, wenn in unser Leben wieder der vertraute Alltag einzieht, lass uns die Menschen nicht vergessen, die unter der ungerechten Verteilung der Güter auf dieser Erde leiden müssen.

Lied:  446  (Gotteslob) „Lass uns in deinem Namen, Herr“

Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, heute und morgen zu handeln.

Vorschlag für den Tag                                                                                           

In der vierten Strophe des Liedes heißt es: „Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, mit dir zu Menschen zu werden.“ Zu Menschen zu werden, bedeutet für mich, mit unserem von Gott gegebenen wachen Verstand zu arbeiten und zu leben.                                                        Was bedeutet das konkret für mich? Zuerst vielleicht einmal darüber nachdenken.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten, wachen Tag mit vielen guten Einfällen und grüße Sie herzlich                                    Monika Klamt (KV PLUS, Pfarrei Carl Lampert)       

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