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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Veröffentlichungen der Gemeinden

Wort für den Tag: Montag, 18. Januar 2021

Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn: Ein Mann nahm es und pflanzte es auf seinem Acker ein. Das Senfkorn ist das kleinste von allen Samenkörnern. Aber wenn eine Pflanze daraus gewachsen ist, ist sie größer als die anderen Sträucher. Sie wird ein richtiger Baum. Die Vögel kommen und bauen ihr Nest in seinen Zweigen.         

 

(Matthäus 13,31-32)   

Wort für den Tag:

Sie sind wirklich winzig, diese Senfsamen. Kein Wunder, dass sie Symbole für etwas sehr Kleines sind. Und mit diesen winzigen Samen vergleicht Jesus das Himmelreich, das Reich Gottes.
Das ist ein merkwürdiger Vergleich. Das Reich Gottes, das Herrschaftsgebiet von Gott, der Ort, an dem man Gott ganz nah ist, der voll seiner Herrlichkeit und ohne Leid ist, der soll wie ein Senfkorn sein, so winzig. Unter Gottes Reich muss man sich doch eher etwas richtig Großes vorstellen, etwas Mächtiges und Triumphales.     
Aber so, wie es im Gleichnis bildhaft beschrieben wird, ist das Reich Gottes offensichtlich nicht schon fertig vorhanden, sondern es ist etwas, das noch wachsen muss. Es ist noch winzig, wie ein Senfkorn. Aber es gibt Bedingungen, die sein Wachsen und Großwerden befördern – für das Senfkorn sind das die fruchtbare Erde, Wasser, Licht und Wärme. Und dann irgendwann wird aus diesem winzigen Korn eine große Pflanze, sogar ein Baum, der viel Platz für Vögel hat und ihnen Schatten spendet. Ein Ort voller Lebendigkeit.
Jesus sagt an einer anderen Stelle in der Bibel: Das Reich Gottes ist schon unter uns Menschen.
Das Reich Gottes ist schon unter uns – nur eben sehr klein, so winzig, dass wir es kaum ausmachen können. Welche guten und förderlichen Bedingungen sind es unter uns, die es wachsen lassen, wie bei dem Senfkorn? Es sind die kleinen Dinge im Alltag, denke ich, oft unscheinbare Ereignisse menschlicher Wärme – Situationen, in denen wir andere Menschen so annehmen, wie sie sind, oder in denen wir eine andere Meinung als unsere eigene anerkennen; Situationen, in denen wir anderen vergeben oder uns mit jemandem versöhnen. Solche „Senfkorn-Erfahrungen“ unter uns lassen etwas vom Himmelreich Gottes aufscheinen.            
Ich wünsche Ihnen heute solche Senfkorn-Erfahrungen, die das Potenzial zu etwas ganz Großem haben.

Lied:

Bau dein Reich in dieser Zeit, lass auch uns dazugehören. Bau es für die Ewigkeit, uns zum Heil und dir zu Ehren. Wir sind für dein Reich geboren und nicht an uns selbst verloren. 

Keinem Schicksal sind wir stumm und verlassen preisgegeben. Denn das Evangelium hilft uns ohne Angst zu leben, deiner Führung zu vertrauen und auf deinen Bund zu bauen.

Bau dein Reich in dieser Zeit, setz auch uns zu seinen Zeichen. Bau es für die Ewigkeit, lass uns, bis wir sie erreichen, fröhlich deinen Namen tragen und auf ihn das Leben wagen.    
(Durch Hohes und Tiefes 157,1.4.6)    

Gebet:           
Du großer Gott,       
in den kleinen Dingen können wir spüren, dass Du bei uns bist. Du machst Verständnis und Toleranz, Liebe und Versöhnung unter uns Menschen möglich.    
Lass uns dabei auf Deine Kraft aus dem Himmelreich vertrauen.         
Amen.

 

Tag-Werk:
Nehmen Sie sich ein Senfkorn und pflanzen es in ein Töpfchen mit Erde. Lassen Sie sich davon überraschen, wann die ersten Keimblätter zu sehen sein werden.         

Gehen Sie gesegnet durch diesen Tag!

Ihre Katrin Mang (Vikarin)

Pressefoto Kirche St Laurentius

Pressefoto Kirche St Laurentius

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