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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Wort für den Tag, Donnerstag, der 11.03.2021

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Das Wort oder auch die Worte zum Tag empfinde ich als einen großen Schatz. Einen Schatz zu besitzen, auf welchen ich zurück greifen kann, ist für mich etwas sehr wertvolles. Bei diesem „Wortschatz“ geht es ja um viel mehr, als nur um die bloßen Wörter. Die Worte lesen und sie verstehen, ist die eine Sache, sie zu verinnerlichen, das Leben danach auszurichten, eine andere.

In der Hl. Schrift heißt es bei Johannes 1,1 – 1,3:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

Zugegeben, ein Satz, der es in sich hat, über welchen ich lange nachgedacht habe. An 2 Worten bin ich hängen geblieben. – GOTT und WORT. Wenn ich die Bibel aufschlage, lese ich Gottes Wort, kann ich seinem Wort begegnen. Möglich ist das wiederum nur, weil Gott uns Menschen gegenüber anderen Lebewesen mit einem Verstand ausgerüstet hat. Wir sind in der Lage, selbst Worte zu bilden, können sie verstehen und wissen sie auch einzusetzen. Damit hat Gott uns eine enorme Macht zugesprochen. Eine Macht, welche oft unterschätzt und auch missbraucht wird. Viel Leid ist mitunter nur durch ein einziges Wort ausgelöst worden, im Kleinen wie im Großen. Manchmal aber ist es auch eine Gedankenlosigkeit, die mich Worte aussprechen lässt, über deren Inhalt ich nicht nachgedacht habe. Ein Freund sah mich kürzlich irritiert an, als bei einem Missgeschick „Um Gottes Willen!“ aus mir herausbrach. „Was hat das mit Gott zu tun?“, fragte er mich. Eine Oberflächlichkeit, mehr sicher nicht. Plötzlich aber achtete ich ganz bewusst auf meine Worte und musste feststellen: „Oh Gott, oh Gott!“, „Ach Gottchen!“ – viel zu häufig rutschten mir diese Worte aus dem Mund. Nun mag mancher denken: Was soll‘s, das ist doch nicht schlimm! Sicher wird mir Gott deshalb nicht einst den Kopf abreißen, ich hoffe es zumindest, dennoch versuche ich, bewusster meine Worte, meine Sprache einzusetzen. Schnell ist ein Wort gesagt, welches man nicht einfach zurücknehmen kann.

Gebet

Guter Gott, dein Wort hat alles bewirkt, im Himmel und auf Erden. Du hast uns Menschen mit so vielen Vorzügen ausgerüstet, hast uns Verstand verliehen, um zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch unterscheiden zu können. Nicht immer gelingt es uns, diese Macht richtig einzusetzen. Hilf uns dabei, bewusster mit diesen Schätzen umzugehen. Amen

Liedvorschlag (GL 450, „Durch Hohes und Tiefes“ 154)

Vorschlag für den Tag

Suchen sie sich mal Schriftstellen aus der Bibel, wo es konkret um Worte geht. Achten Sie doch einmal ganz bewusst auf ihre Worte am Tag, es kann sehr spannend werden! Sagen sie mal ganz bewusst jemandem etwas sehr Nettes!

Einen den Mitmenschen wohltuenden Tag, mit vielen guten und ermutigenden Worten aus Ihrem sicher sehr großen Wortschatz wünsche ich Ihnen

Monika Klamt, KV+ Pfarrei Carl Lampert Halle

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