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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Wort für den Tag: 6. März 2021

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Es fällt schwer, andere Nachrichten zu hören als die über Impffortschritte, Inzidenzwerte, Verfügbarkeit von Schnelltests, Sorgen über zu schnelle oder zu späte Öffnungen. Selbst zufällig aufgeschnappte Wortfetzen auf der Straße drehen sich darum. Dabei sind wir Teil eines Menschheitsgeschehens. Aber nicht noch tiefer will ich den Kopf sinken lassen über noch mehr Elend, sondern aufblicken und darauf hören: 

„Und die Völker werden gehen zu deinem Licht, und die Könige zum hellen Glanz deines Aufgangs.“ (Jes. 60, 3; Losung der Brüdergemeine)

Gott redet seinem verängstigten Volk gut zu. Es soll nicht nur die eigene Angst verlieren. Es soll nicht nur in neuem Licht erstrahlen. Es soll sehen, wie andere auch erleuchtet werden wollen und in Scharen kommen, um etwas abzubekommen von ihrem Licht und etwas zu erfahren von ihrem Gott. Es soll merken, wie Könige oder andere Anführer kommen und sich Beratung und größere Klarheit durch Gott erhoffen. Weltweit denken, das bedeutet für diese Prophezeiung nicht: noch mehr Not sehen, noch mehr Anlässe für ein schlechtes Gewissen haben. Im Gegenteil, es bedeutet: Noch mehr Hoffnung haben, sich noch mehr freuen darüber, wie Gott mitten im Dunkeln Licht entzündet und für viele sichtbar werden lässt.

In der 20-Millionen-Stadt Kairo hat eine junge Frau eine Initiative gegründet, um Schwerkranke zu Hause mit Sauerstoff zu versorgen. Inzwischen machen über 90 Freiwillige mit, die oft nachts in den Armenvierteln der Stadt unterwegs sind. Der Hälfte der Kranken können sie das Leben retten, der anderen Hälfte nicht, aber sie machen weiter, und die Unterstützung für sie wächst. Im kleinen Land Togo hat eine junge gut gebildete Frau das Unternehmen „Togosima“ gegründet, um ausschließlich regionale Produkte unter die Menschen zu bringen, die sonst nur von Importen abhängig wären, und arbeitet so für ein anderes Wirtschaften, eine bessere Ernährung, eine Belebung von Gemüse-, Hirse- und Obstanbau. Sie ist Teil einer noch verborgenen Bewegung in Westafrika.

Doch es geht um mehr als das Sammeln versteckter guter Nachrichten jenseits der Schlagzeilen. Es geht um Gottes Pläne mit Seinem Volk und allen Völkern. Die drücken sich nicht in den jeweils angemessenen Maßnahmen gegen die je aktuelle Gefährdung aus. Sondern in Seinen Verheißungen. Auch in zahllosen Liebestaten, von denen ich nie erfahre. Und in den wenigen, von denen ich weiß. Seine Pläne bleiben bestehen auch in Misserfolgen. Seine Verheißungen gelten weiter auch in Enttäuschungen.

Ostern wird kommen, ganz gewiss. Doch auch das kommende Fest ist nur ein zeitlich messbarer Hinweis auf das Nicht-Messbare: Dass Gott in dieser Welt und in dieser Menschheit und sogar in uns unbedeutenden Menschen hier weiter am Werk ist und nicht aufhört.

Täglich bete ich es, und will das mit neuem Mut fortsetzen: „Dein Reich komme!“

Lied: „Sonne der Gerechtigkeit“, EG 262, GL 481, Str. 4:

Tu der Völker Türen auf; / deines Himmelreiches Lauf / hemme keine List noch Macht. / Schaffe Licht in dunkler Nacht. / Erbarm dich, Herr.

Gebet:           

Du, Lebendiger, Ewiger, Gegenwärtiger! Rede ich mit Dir, kann ich nicht bei mir bleiben, bei meinen Alltagssorgen. Du erinnerst mich an die Schwestern und Brüder in den vielen Ländern, die um ein Minimum an medizinischer Versorgung kämpfen, die um ausreichende und gesunde Ernährung sich schwer mühen müssen. Du erinnerst mich an ihre Sorgen und an ihren Mut. Und Du hörst Dir trotzdem meine Sorgen an, verschließt Dich nicht vor meinen Klagen. Dein Name werde geheiligt!

Dein Reich komme.  Amen.

Ihnen allen einen gesegneten Tag wünscht  Martin Herzfeld.

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