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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Veröffentlichungen der Gemeinden

Wort für den Tag: 29. Januar 2021

26 In jener Zeit sagte Jesus: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; 27 dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. 28 Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. (Mt 4,26-28)

Dieser Text ist dem Evangelium entnommen, das heute in den Gottesdiensten der katholischen Kirche gelesen wird. Auf der einen Seite werden wir entlastet. Wir müssen den Pflanzen beim Reifen nicht nachhelfen. Auf der anderen Seite aber fordert es uns auf, sich in dem zu üben, was uns, wenn wir darauf angewiesen sind, am meisten fehlt: Geduld. 

Wann bin ich endlich mit dem Impfen an der Reihe? Wann dürfen wir uns wieder treffen – ohne Angst und ohne Einschränkungen? Zugegeben, Fragen, die viele gern hätten, denn für den, der selbst an Corona erkrankt ist, gibt es existentiellere Nöte: Wann werde ich die Krankheit über­wunden haben? Wann ist endlich die Quarantäne vorbei? Wird es Spätfolgen geben? Und noch be­drückender ist es für jene, die einen lieben Menschen verloren haben. Wird es jemals wieder ein normales Leben geben? Wie soll ich ohne den/die Geliebte leben?

Weil es auf viele Fragen keine eindeutigen Antworten gibt, sondern immer nur ein Tasten hinein in die existentiellen Wahrheiten, lädt Jesus im Gleichnis ein, darauf zu vertrauen, dass in der Tiefe des Herzens eine unendliche Lebensfülle keimen, wachsen und reifen will.

Intensiv leben und sich hineintasten in die existentiellen Wahrheiten – in Freude und Leid, in Licht und Dunkelheit – und dabei darauf vertrauen, dass Gott in uns und in dieser Welt am Werk ist, so wenig wie ich ihn letztendlich verstehe, das wünsche ich Ihnen und mir für diesen Tag.

 

Lied Gotteslob Nr. 457

1. Suchen und fragen, hoffen und sehn, miteinander glauben und sich verstehn, lachen, sich öffnen, tanzen, befrein, so spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein. So spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.

2. Klagende hören, Trauernde sehn, aneinander glauben und sich verstehn, auf unsre Armut lässt Gott sich ein, so spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein. So spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.     

 

Gebet

„Herr, segne meine Hände, dass sie behutsam seien, dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden, dass sie geben können ohne Berechnung, dass ihnen innewohne die Kraft, zu trösten und zu segnen. Herr, segne meine Augen, dass sie die Bedürftigkeit wahrnehmen, dass sie das Unscheinbare nicht übersehen, dass sie hindurchschauen durch das Vorder­gründige, dass andere sich wohl fühlen können unter meinem Blick. Herr, segne meine Ohren, dass sie Deine Stimme zu erhorchen vermögen, dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not, dass sie verschlossen seien für den Lärm und das Geschwätz, dass sie das Unbequeme nicht überhören. Herr, segne meinen Mund, dass er Dich bezeuge, dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört, dass er heilende Worte spreche, dass er Anvertrautes bewahre. Herr, segne mein Herz, dass es Wohnstatt sei Deinem Geist, dass es Wärme schenken und bergen kann, dass es reich sei an Verzeihung, dass es Leid und Freude teilen kann.“

 

Impuls: Geduld kann wachsen, wenn ich daran denke, dass das Glas halb voll und nicht halb leer ist. Ver­suchen Sie, eine schlechte Nachricht in eine gute umzuformulieren.

 

Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen Pfarrer Magnus Koschig

Antje Sabine Naegeli, Du hast mein Dunkel geteilt. Gebete in unerträglichen Tagen, Herder Freiburg 2020, S. 108f

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