zum Inhalt
Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

→ Sie sind hier: Aktuell > Mediathek > Veröffentlichungen der Ge…

Wort für den Tag: 19. März 2021

zum Zoomen anklicken...


Die katholische Kirche feiert heute das Fest des Heiligen Josef. Rechtschaffen und bodenstän­dig bleibt er an der Seite Mariens, als diese schwanger ist und kümmert sich um die Zukunft seines Sohnes Jesus.

19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. 20 Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. (Mt 1,19f)

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ (John Lennon) Josef hatte so kurz vor der Hochzeit mit Maria andere Pläne, andere Träume. Doch es kam alles anders. Wie damit umgehen, wenn nichts mehr ist, wie es war? Was tun, wenn auf den ersten Blick alles nach Verrat aussieht und sich die Negativ-Schlagzeilen überschlagen?

Das Fest des Heiligen Josef feiern, bedeutet, sich an ihm ein Beispiel zu nehmen. Er bleibt, auch wenn es in ihm kocht, ruhig. Er überlegt in aller Stille, was richtig sein könnte. Und er bringt den Mut auf, einem Traum zu vertrauen, dem Traum, dass Gott das Leben will, nicht den Tod. Und so übernimmt er selbstbewusst die Rolle des Vaters, nimmt Jesus an als seinen eigenen Sohn. Das macht ihn für mich zu einer zentralen Figur. Er ist nicht der alte Mann, der am Rande steht, sondern ein zupackender Handwerker, der in tiefem Gottvertrauen der Liebe zu Maria und dem Kind, das in ihrem Bauch heranwächst, eine Chance gibt. Er ist ein rechtschaffender, bodenständiger Mann, der nicht auf das Gerede der Menschen hört, sondern auf die Stimme seines Herzens, in der er Gottes Stimme erkennt. So wird der Augenblick, der das Ende hätte sein können, zum Auftakt einer Geschichte, der wir unser Heil verdanken: der Geschichte des Sohnes des Zimmermanns Josef, der Geschichte des Jesus von Nazaret.   

Viele Träume hat Corona platzen lassen und immer noch ist nicht abzusehen, wann es für uns etwas mehr Normalität gibt. Können wir inmitten aller Einschränkungen dem Leben eine Chance geben? Hören wir auf die Stimme unseres Herzens, in der Gott zu uns spricht? Was können wir tun, damit Ostern für uns zum Aufstand des Lebens gegen den Tod wird?

Wenn die Kirche uns in diesen Tagen den Heiligen Josef an die Seite stellt, ermutigt sie uns, den eigenen Träumen zu trauen und Halt zu finden in der Liebe und im Glauben.

Lied: Befiehl du deine Wege (GL 418/1+2 oder EG 361)

1. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der aller treusten Pflege des, der den Him­mel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuße gehen kann.

2. Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen; es muss erbeten sein.

Gebet:

Barmherziger Gott, du hast Jesus und seine Mutter Maria der treuen Sorge des Josef anvertraut. Hilf uns, füreinander offen zu sein, den Träumen Raum zu geben und das zu tun, was dem Leben dient. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Als Empfehlung für den Tag gebe ich Ihnen einen Text von Christine Gruber-Reichinger mit:

„Richte deinen Blick auf die Menschen um dich. Nimm wahr, was sie brauchen, was du ihnen Gutes tun kannst. Handle! Hilf! Schreite ein! Verschaffe Recht! Wende dich mit dem, was du hast, anderen zu – und du wirst dabei selbst reich beschenkt!“

Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen Magnus Koschig, Pfarrer der Pfarrei Carl Lampert Halle

Volltextsuche
Gemeindesuche
Veranstaltungen August 2022
So Mo Di Mi Do Fr Sa
  01 4 02 5 03 3 04 5 05 4 06 3
07 27 08 3 09 7 10 6 11 6 12 3 13 3
14 27 15 3 16 6 17 5 18 7 19 6 20 18
21 27 22 3 23 6 24 6 25 7 26 5 27 5
28 28 29 2 30 6 31 2      
Tageslosung