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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Veröffentlichungen der Gemeinden

Hausandacht zum Letzten Sonntag nach Epiphanias: 31. Januar 2021

Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Psalmgebet (aus Psalm 97)

Gott ist König; darüber freue sich das Erdreich

und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind.

Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit,

und alle Völker sehen seine Herrlichkeit.

 

Zion hört es und ist froh,

und die Töchter Juda sind fröhlich,

weil Du, Gott, recht regierst.

Denn Du, Gott, bist der Höchste

über allen Landen,

Du bist hoch erhöht über alle Götter.

Die ihr Gott liebt, hasst das Arge!

Gott bewahrt die Seelen seiner Heiligen;

aus der Hand der Frevler wird er sie erretten.

Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen

und Freude den aufrichtigen Herzen.

Ihr Gerechten, freut euch Gottes

und dankt ihm und preist seinen heiligen Namen!

 

Biblische Lesung (2. Petrusbrief 1, 16-19)

Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen.

Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.

Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

Auslegung

 

Die US-Wahlen wurden gefälscht. Corona wird nicht durch Ansteckung, sondern durch das neue 5G-Netz verbreitet. Der Lockdown dient nicht dem Gesundheitsschutz, er ist der erste Schritt in die Diktatur. Den Klimawandel haben sich Wissenschaftler nur ausgedacht, um sich wichtig zu machen. Und von Bill Gates werden Sachen erzählt, die will man besser nicht wissen. – Alles Fake News natürlich. Frei erfunden. Und sie klingen, jede für sich, ziemlich gruselig.

 

„Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt“, schreibt der Verfasser des 2. Petrusbriefes. „Was wir sagen, stimmt.“ Und er erinnert an die Verklärung Jesu, wie sie in den Evangelien berichtet wird: Da steigt Jesus mit einigen seiner Jünger auf einen Berg. Und ein helles Licht ist da. Ein besonderer Glanz. Und eine Stimme voller Liebe. Gottes Herrlichkeit, ganz nah! Auch der 97. Psalm weiß von dieser Herrlichkeit zu berichten. – Das sind Good News. Und sie klingen tatsächlich gut. Und nichts ist erfunden.

 

Gottes Herrlichkeit. Jetzt. Hier. In meinem Leben. Trotz Gottesdienst-verbot. Und Besuchsverbot. Und Shoppingverbot. Gottes Herrlichkeit wie ein großer, alles überstrahlender Glanz. Oder zumindest wie ein Licht an einem dunklen Ort. Oder wie ein gerade anbrechender Tag. Wie ein Stern, der aufgeht in meinem Herzen. – Schön klingt das. Erleben möchte ich das. Ist es Wirklichkeit? Oder zu schön, um wahr zu sein? Good News oder Fake News, das ist hier die Frage. Wir wollen ja nicht ausgeklügelten Fabeln folgen.

 

Nichts ist erfunden, Gottes Herrlichkeit gibt es. Man muss sich nur mal richtig erinnern: Der Urlaub auf der Nordseeinsel Amrum. Da waren Regentage, viele sogar, aber auch Tage wie dieser: Der Himmel blau und unendlich weit. Ich bade im Meer und in Sonnenstrahlen. Der Blick nach oben verheißt Freiheit, und ich spüre sie auch in meinem Herzen. Und was es gab, kann es wieder geben. Also erinnern Sie sich, so wie sich der Verfasser des 2. Petrusbriefes erinnert!

 

Nichts ist erfunden, Gottes Herrlichkeit gibt es. Man muss nur mal richtig die Augen aufmachen und die Ohren spitzen und sich öffnen für das, was herrlich sein will: Dieser Brief neulich, er hat mir so gutgetan. So liebevolle freundliche Worte. Ich lese ihn mir gleich noch einmal durch. Der Spaziergang heute, diese klare, frische Luft! Da werden auch die Gedanken frisch, und ich komme jünger nach Hause, als ich losgegangen bin. Ein Buch, ein Film, ein Telefongespräch, ein gutes Essen, eine unverhoffte Begegnung – alles kleine Dinge, aber mit Herrlichkeitspotential. Gott findet viele Verstecke, um sich dann plötzlich zu offenbaren.

 

Nichts ist erfunden, und es soll auch nichts erfunden werden. Wenn es dunkel ist oder leer oder grau, dann ist das die Wirklichkeit. Aber man darf die Augen schließen und träumen und hoffen und sich etwas wünschen: Was brauche ich, damit der Tag für mich anbricht? Damit der Morgenstern aufgeht in meinem Herzen? Ich kann es vor Gott bringen, ihn darum bitten. Und wer weiß, vielleicht kann ich selbst auch etwas dafür tun. Und die Wirklichkeit weitet sich, und Gottes Herrlichkeit ist auf dem Weg zu mir. Ich bin ja sein geliebtes Kind, und seine freundliche Stimme meint auch mich. Und das gehört nicht ins Reich der Fabeln, das gehört zu den harten Fakten, zum christlichen Granit sozusagen.

 

Gottes Herrlichkeit: Mit Jesus Christus in die Welt gekommen. In meinem Leben zu finden. In meinem Innersten zu Hause. So will es Gott. So soll es sein. Und Bill Gates ist gar nicht so verkehrt. Fake News? Good News! Amen.

 

Gebet

Großer Gott, lass mich Deine Herrlichkeit sehen! Damit mein Leben Glanz hat. Damit ich das Dunkle besser verkrafte. Damit ich gern auf dieser Welt bin.

Sei bei allen, die Dein Licht besonders brauchen. Sei bei den Kranken und den Einsamen. Sei bei allen, die schwer tragen an ihren Sorgen.

Und wenn es sein soll, dass ausgerechnet ich Deine Herrlichkeit zu anderen bringe, dann will ich mich nicht sträuben.

Amen.

 

Vaterunser

 

Lied „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (EG 70)

 

 

Segen

Gott segne uns und behüte uns.

Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.

Amen.

 

Und nun?

Machen Sie sich auf die Suche nach Gottes Herrlichkeit an diesem Sonntag!

Ich wünsche Ihnen eine spannende Entdeckungsreise.

 

Ihr Pfarrer Christoph Eichert

Pressefoto Pauluskirche

Pressefoto Pauluskirche

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