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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Veröffentlichungen der Gemeinden

Hausandacht zum Gründonnerstagabend, 1. April 2021

Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat.

Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen. Für diese Hausandacht brauchen Sie ein Stück Brot und ein Glas mit Wein oder Traubensaft.

Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

Psalmgebet

Du hast ein Gedächtnis gestiftet, Gott,
damit wir deine Wunder erkennen
und deine Barmherzigkeit schmecken und sehen.
Ich danke dir, Gott, von ganzem Herzen.
Ich will vor aller Welt deine Werke preisen.
Denn das Werk deiner Hände ist herrlich,
und was du tust, hat ewig Bestand.
Du gibst uns Brot in Fülle
und Speise, damit wir satt werden.
Du denkst an dein Versprechen,
dass nicht aufhören sollen Saat und Ernte,
solange die Erde steht.
Du sendest den Erlöser deinem Volk
und erneuerst durch ihn deinen ewigen Bund.
Du hast ein Gedächtnis gestiftet, Gott,
damit wir deine Wunder erkennen
und deine Barmherzigkeit schmecken und sehen.

(Meditation zu Psalm 111)

Biblische Lesung: 1. Korintherbrief, Kapitel 11

23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, 24 dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib für euch; das tut zu meinem Gedächtnis. 25 Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. 26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Impuls

Wir haben mit den Versen aus dem Korintherbrief wahrscheinlich die älteste Überlieferung der Abendmahlsworte vor Augen. Paulus schreibt, dass er sie vom Herrn empfangen hat. Der Auferstandene selbst hat ihm offenbart, was er nun den Gemeinden predigt. Damit wird das Abendmahl schon in das Licht des Ostermorgens gesetzt: wenn wir Abendmahl feiern, dann ist Jesus Christus, der Kreuz und Tod durchlitten hat und auferstanden ist, in unserer Mitte. Er ist der Gastgeber und lädt uns zu seinem Mahl.
Dann überliefert Paulus die Einsetzungsworte, die bei keiner Abendmahlsfeier fehlen dürfen. Dabei fällt im griechischen Text etwas auf, das in der deutschen Sprache nicht zum Ausdruck kommt: „Das ist“ bezieht sich nicht auf das Brot als solches, sondern auf den Vorgang. Jesus bricht das Brot und gibt es seinen Jüngern. Während er das tut, sagt er: „Das ist mein Leib.“ ER gibt sich hin. ER stärkt die Seinen und schenkt Lebenskraft.
Dann nimmt Jesus den Becher mit Wein und reicht ihn seinen Jüngern. Alle sollen daraus trinken. Während das geschieht, sagt Jesus: „Das ist der neue Bund in meinem Blut.“ ER teilt sich mit. Wo Gott mit im „Bunde“ ist, bekommen alle etwas und keiner kommt zu kurz. Es reicht für alle. Jede und jeder ist wichtig.
Wenn ich Abendmahl feiere, wie ich es kenne und liebe, dann bin ich ein Teil dieser Tischgemeinschaft. Jesus gibt mir das Brot und den Kelch. Er erinnert mich daran, wie er sich für mich hingegeben hat. Sein Leben zeigt mir, wie sehr Gott mich liebt. So sehr, dass er sogar das Leid und den Tod am Kreuz auf sich genommen hat. So stark ist der neue Bund, der mich mit ihm verbindet: Nichts trennt mich von der Liebe Gottes. Auch nicht der Tod.
Wenn ich in diesen schwierigen Zeiten nicht wie gewohnt Abendmahl feiern kann, dann kann ich dennoch im Sinne dieses Abendmahls leben. Wo es gelingt, einander zu stärken und zu helfen, einander wahrzunehmen und wertzuschätzen, da ist Gott gegenwärtig. Da kann ich spüren, wie er sich mir zuwendet und für mich sorgt. Da sehe ich in der Liebe des Nächsten die Liebe Gottes aufblitzen. Da ahne ich, dass das Leben siegt.
Aktion

Gepriesen seist Du, unser Gott,
der du uns das Brot zum Leben gibst.

Essen Sie ein Stück Brot.

Wir essen das Brot.
Wir schmecken darin die Kraft der Erde,
des Wassers und der Sonne.
Wir denken an Gottes Kraft, mit der er uns stärkt.

Gepriesen seist du, unser Gott,
der du uns den Wein zur Freude gibst.

Trinken Sie einen Schluck Wein oder Traubensaft.

Wir trinken von der Frucht des Weinstocks.
Wir schmecken darin das Leben und hören das Lied eines fröhlichen Festes.
Wir denken daran, dass es Gott ist, der uns die Freude am Leben schenkt.

Gebet

Heute Abend feiern wir,
denn du stärkst uns, Gott, du Brot des Lebens.
Wir bitten dich für die Hungernden, damit sie satt werden.

Heute Abend teilen wir deinen Wein,
denn du bist bei uns, Gott, du Ziel des Lebens.
Wir bitten dich für deine Gemeinde, damit sie sich nach dir ausstreckt.

Heute Abend singen wir,
denn du bist bei uns, Gott, du unser Trost.
Wir bitten dich für die Trauernden, damit sie in unsere Lieder einstimmen.

Heute Abend beten wir,
denn du bist bei uns, Gott, du unsere Hoffnung.
Wir bitten dich für die Mächtigen, damit sie nach deinem Gebot handeln.

Heute Abend vergibst du uns,
Gott, du unser Frieden.
Wir bitten dich für alle, die Hass verbreiten, damit sie zu dir umkehren.
Heute Nacht wachen wir,
denn du bist bei uns, Gott, du unser Schutz.
Wir bitten dich für die Bedrängten, damit sie Zuflucht finden –
in dieser Nacht, in allen Nächten.

Heute Nacht sind wir dein,
denn du bist bei uns,
du barmherziger, ewiger Gott.
Amen.

Vaterunser

Lied „Er ist das Brot, er ist der Wein“ (EG 228)

Segensgebet

„Du bist der Quell des Lebens. Du bist Feuer, Wärme und Licht.
Komm zu uns Geist der Liebe. Wohn in uns, Geist der Freude.“

So segne uns, Gott, du Barmherziger – Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Kartage. Bleiben Sie behütet.
Ihr Vikar Alexander Barth aus der Paulusgemeinde

 

Pressefoto Pauluskirche

Pressefoto Pauluskirche

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