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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Hausandacht am 7.3.2021

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Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.

Eröffnung

Im Namen Gottes beginnen wir.

Gott ist Liebe.

Jesus Christus hat gezeigt, wie Liebe Menschen verändert.

Gottes Geist entfacht in uns das Feuer der Liebe. Amen

Psalmgebet

Die Augen des Herrn sind den Gerechten zugewandt, seine Ohren ihrem Hilfeschrei.

17 Das Angesicht des Herrn richtet sich gegen die Bösen, ihr Andenken von der Erde zu tilgen.

18 Die aufschrien, hat der Herr erhört, er hat sie all ihren Nöten entrissen.

19 Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen und dem zerschlagenen Geist bringt er Hilfe.

20 Viel Böses erleidet der Gerechte, doch allem wird der Herr ihn entreißen.

21 Er behütet all seine Glieder, nicht eins von ihnen wird zerbrochen.

22 Den Frevler wird die Bosheit töten, die den Gerechten hassen, werden es büßen.

23 Der Herr erlöst das Leben seiner Knechte, niemals müssen büßen, die bei ihm sich bergen. (aus Psalm 34)

Biblische Lesung:

Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder und führt euer Leben in Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.

Lebt als Kinder des Lichts! Denn das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. (Epheser 5, 1-2.8-9)

Eine Geschichte

Eine Indianerin pflegte meiner Mutter stets ein paar Rebhuhneier oder eine Handvoll Waldbeeren zu bringen. Meine Mutter sprach kein Araukanisch mit Ausnahme des begrüßenden „Mai-mai“, und die Indianerin konnte kein Spanisch, doch sie genoss Tee und Kuchen mit anerkennendem Lächeln. Wir Mädchen bestaunten die farbigen, handgewebten Umhänge, von denen sie mehrere übereinander trug. Wir wetteiferten bei dem Versuch, den melodischen Satz zu behalten, den sie jedes Mal zum Abschied sagte. Schließlich konnten wir ihn auswendig, ein Missionar hat ihn uns übersetzt: „Ich werde wiederkommen; denn ich liebe mich, wenn ich bei euch bin.“

Gedanken

Wie ahme ich Gott nach? Weiß ich überhaupt, wie er ist?

Von Martin Luther stammt der Satz: „Gott ist ein glühender Backofen voll Liebe“.

Ich erinnere mich an den Ofen in unserem Pfarrhaus auf dem Land. Wenn es draußen richtig kalt war, haben wir ihn angemacht. Und uns dann mit dem Rücken daran gestellt, sodass sie Wärme in uns hineinziehen konnte. Das war wunderbar.

Ein richtiger Backofen ist noch besser. Er strahlt nicht nur Wärme aus, in ihm entstehen viele leckere Dinge: knuspriges Brot, saftige Pizzen, Kuchen …

Wärme und der Genuss von köstlichen Speisen, das tut so gut. Wie ein Mantel legt sich dabei ein Gefühl von Geborgenheit um uns.

„So ist Gott.“ sagt Martin Luther. Nicht nur er, auch die Bibel erzählt immer wieder davon. Natürlich haben Menschen auch andere Erfahrungen mit Gott  gemacht - auch davon ist in der Bibel zu lesen.

Wenn der Verfasser des Epheserbriefes schreibt: „Ahmt Gott nach!“,

dann hat er dabei vor allem Gottes liebevolle, annehmende und gütige Seite im Blick.

Kinder ahmen ihre Eltern nach, ihre Gesten, ihre Verhaltensweisen, ihre Worte. Manchmal hört man aus dem Mund von Kindern, wie die Eltern zu Hause miteinander umgehen und sprechen. Das ist manchmal erschreckend. Das macht viel deutlich. Das bedeutet aber auch:

Bin ich meinen Kindern ein gutes Vorbild, geben auch sie Gutes weiter.

Wir sind nun Gottes Kinder. Ihn nachzuahmen, ihn zum Vorbild zu nehmen, das ist unsere Aufgabe.

Ist das zu schwer? Es ist ein Angebot zur Orientierung.

Die Indianerin sagt: „Ich liebe mich, wenn ich bei euch bin.“

Gibt es eine schönere Bestätigung, ein größeres Lob für die, die es hören?

Lasst uns deshalb heute fragen: Was können wir tun, damit andere sich in unserer Nähe geliebt fühlen? Fällt Ihnen dazu etwas ein?

Lied: HuT 212 Erleuchte und bewege uns
 

Gebet (nach Franz von Assisi):

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen

Vaterunser

Segen (nach einem irischen Segen):

Gott sei vor dir, um dir den Weg zu zeigen.

Gott sei hinter dir, um dir den Rücken zu stärken für den aufrechten Gang.

Gott sei neben dir – ein guter Freund an deiner Seite.

Gott sei um dich wie ein schönes Kleid und eine wärmende Alpakadecke, wenn Kälte dich blass macht und Beziehungslosigkeit dich frieren lässt.

Gott sei in dir und weite dein Herz, um zu lieben.

So segne und behüte dich der gütige Gott. Amen

Einen wohltuenden Sonntag wünscht Ihnen Pfarrerin Gundula Eichert (Laurentiusgemeinde)

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