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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Hausandacht am 21.3.2021

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Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.

Eröffnung
Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Psalmgebet
Aus Psalm 22
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
                   Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht,
                  und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
Du aber bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.
                   Unsere Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen        
                   heraus.
Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.
                 Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein
                 Helfer.
Aber du, HERR, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!

Bibelwort
In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden (Johannes 16.33)


Impuls

Heute begehen wir, mitten in der Passionszeit, den Geburtstag von Johann Sebastian Bach.
Wie mag es wohl der Elisabeth Bach 1685 ergangen sein, als sie mit ihrem 8. Sohn schwanger war. Welche Ängste und welchen Kummer mag sie gehabt haben? Wer hätte ihr geglaubt, dass aus ihrem Jüngsten Johann Sebastian einmal so ein berühmter Mann werden würde? Die Not und das Sterben waren in jener Zeit allgegenwärtig und es war das Wissen um die Vergänglichkeit, das die Menschen des Barockzeitalters die Freuden des Lebens umso mehr genießen ließ, wohlwissend, dass es morgen schon vorbei sein konnte.
Für Johann Sebastian Bach, der, wie wir wissen auch ein Genussmensch war, war das Leben immer ein Geschenk Gottes. Zu dessen Ehre und in dessen Dienst stellte er all sein Schaffen. Um Gottes Wort, um die Botschaft von Jesus Christus, ist es dem gläubigen Lutheraner Bach vor allem andern gegangen. Dieses Wort wollte er unter die Menschen bringen, es in die Herzen hineinsingen und -spielen.
Während heute der Glaube mit Worten bisweilen nur schwer zu vermitteln ist, drängen die Menschen dennoch in Scharen zu den Aufführungen Bach'scher Musik. Da dringt diese Musik mit ihrem Gotteslob in ihre Herzen und lässt sie ahnen, wie die engen Grenzen unseres Verstandes überschritten werden, hin zur Gottes- und Selbsterkenntnis, die tröstet und zum Leben ermutigt. Johann Sebastian Bachs Musik führt zur Stille, sie dient, wie Bach es ausgedrückt hat, der "Recreation des Gemüths", der Erneuerung, sie macht für Gottes Wort empfänglich und stärkt den ganzen Menschen.
Wir die wir heute vor anderen Herausforderungen und Nöten stehen, als Bach seinerzeit, sind aber ebenso angewiesen auf den Trost, der aus der Musik und dem Glauben an das Wort Gottes kommt. Für uns als moderne Gläubige Menschen hält Gott die Hoffnung auf Rettung offen, in dem er uns die Möglichkeit zum Gebet schenkt. Ein Atheist ist mit seiner Not allein. Er hat niemanden zu dem er beten könnte. Ein gläubiger Mensch dagegen hat ein Gegenüber, dem er sein Leben verdankt und in dessen größeren Horizont er sein Leben stellen kann. Jesus sagt im Johannesevangelium:
In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Dietrich Bonhoeffer hat es einmal so formuliert: Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.
Gott schenke uns allen solche Glaubensgewissheit.   Amen

Lied: Kreuz auf Jesu Schulter

Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht, ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht. Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

Wollen wir Gott bitten, dass auf unsrer Fahrt Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt. Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

Denn die Erde klagt uns an bei Tag und Nacht. Doch der Himmel sagt uns: Alles ist vollbracht! Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

Gebet
Himmlischer Vater, nimm du unsere Ängste und verwandle sie in Vertrauen. Schenke du uns Zuversicht, da wo andere verzagen. Sei du bei uns in der Stunde der Not. Sende uns deine Liebe, damit wir helfen, die Not zu überwinden. Amen

Segen
Die Kraft Gottes aus den Tiefen der Erde durchströme euch, wie der Saft im Frühjahr die Blumen blühen lässt. Die Kraft Gottes aus den Höhen des Himmels senke sich auf euch, wie der Tau in der Nacht, der die Erde feuchtet. Die Kraft Gottes aus der Mitte schütze euch, erfülle euch und öffne euch. Der Herr segne und behüte euch!

Es grüßt Sie Ihr Pfarrer Friedhelm Kasparick

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