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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Hausandacht am 21.2.2021

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1. Sonntag der Passionszeit – Invokavit

Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.

Eröffnung
Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Psalmgebet
HERR, warum stehst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?
2 Weil der Frevler Übermut treibt, müssen die Elenden leiden; sie werden gefangen in den Ränken, die er ersann. 3 Denn der Frevler rühmt sich seines Mutwillens, und der Habgierige sagt dem HERRN ab und lästert ihn. 4 Der Frevler meint in seinem Stolz, Gott frage nicht danach. »Es ist kein Gott«, sind alle seine Gedanken.
12 Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand! Vergiss die Elenden nicht! 13 Warum lästert der Frevler und spricht in seinem Herzen: »Du fragst doch nicht danach«? 14 Du siehst es ja, / denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. Die Armen befehlen es dir; du bist der Waisen Helfer. 17 Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR; du machst ihr Herz gewiss, dein Ohr merkt darauf, 18 dass du Recht schaffest den Waisen und Armen, dass der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.   (aus Psalm 10)

Biblische Lesung:
Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.
Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte er. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht .“   (Matthäus 4,1ff.)

Impuls:

Wovon lebt der Mensch? Von materiellen Dingen wie Brot, Wasser, Gesundheit, Geld, einem Zuhause? Von geistiger Nahrung, wie Büchern, Hobbys, Bildung, sinngebenden Beschäftigungen? Von geistlicher, seelischer Nahrung, wie menschlichem Kontakt, Liebe, Wertschätzung, Zuspruch, Motivation, sozialen Beziehungen? Was hilft ihm, Dürrezeiten und Wüstenerfahrungen durchzustehen? Ich kann fragen: Was macht mich innerlich stark? Sind es gute Erfahrungen, Vertrauen, Selbstvertrauen, Gelassenheit, ein gutes Wort, Trost und Hoffnung? Wo erhalte ich all dies und wo gebe ich etwas davon weiter?
Wann bin ich bereit, auf grundlegende Bedürfnisse freiwillig zu verzichten und mich einzuschränken? Wie lange halte ich das durch? Wann sind die Nebenwirkungen und Langzeitschäden von „sozialem Fasten“ gravierender als der Nutzen der Beschränkungen? Wie lange bin ich bereit, auf Brot in Form von Gottesdiensten, Konzert- und Theaterbesuchen, Essengehen, Verreisen, Tanzen, Feiern oder Singen zu verzichten?
Welchen Versuchungen halte ich stand, welchen nicht? „Der Christus in der Wüste“ von Iwan Kramskoj ringt mit sich. Er macht es sich nicht leicht, aber er betet auch und wägt ab und widersteht damit den Versuchungen. Ich möchte versuchen, es ihm gleich zu tun. Amen

Gebet:
Herr, führe mich nicht in Versuchung, wenn mein Leben dadurch aus der Spur gerät, führe mich aber in Versuchung, wenn mein Leben nur einspurig verläuft.
Hilf mir zu entscheiden, wo es sinnvoll ist, zu verzichten und wo nicht und schenke du mir dein Wort, wenn ich stumm und ratlos werde. Stärke du die Kranken, Einsamen und Trauernden und sei du bei den Menschen, die nach dem Leben hungern. 
Vaterunser

Lied: EG 98 Korn , das in die Erde
 

Segen:
Es wachse in dir der Mut, dich einzulassen auf dieses Leben mit all seinen Widersprüchen, mit all seiner Unvollkommenheit, dass du beides vermagst: kämpfen und geschehen lassen, ausharren und aufbrechen, nehmen und entbehren.

Es wachse in dir der Mut, dich liebevoll wahrzunehmen, dich einzulassen auf andere Menschen und ihnen teilzugeben an dem, was du bist und hast.

Sei gesegnet, du, und mit dir die Menschen, die zu dir gehören, dass ihr inmitten dieser unbegreiflichen Welt den Reichtum des Lebens erfahrt.                           
(Antje Sabine Naegeli)


Bleiben Sie behütet! Es grüßt Sie Ihr Pfarrer Friedhelm Kasparick

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