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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Veröffentlichungen der Gemeinden

17. März 2021: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ 1. Mose 16,13

Liebe Leserinnen und Leser des Wortes für den Tag,

es ist ein Gebet, das Hagar, die Magd von Sarai, der Frau Abrahams an Gott richtet. Sie hat Unrecht erfahren. Sie wurde gedemütigt von Sarai, die keine Kinder bekommen konnte. Sie aber, Hagar, ist schwanger geworden von Abram. Eifersucht steigt in Sarai auf, nachdem sie von Hagar geringgeachtet wurde. Und da tritt der Engel des Herrn zu Hagar, macht ihr Mut.

Menschliches Leben ist voller Hochmut, Eifersucht, Enttäuschung. Wo ist die Liebe? Bei Gott.

Du bist ein Gott, der mich sieht. Du siehst mich Mensch – mit all meinen Verfehlungen, all meiner Schuld, dem was ich falsch gemacht habe. Du siehst ebenso meine Narben, all das, wo andere an mir schuldig geworden sind, „ihr Mütchen an mir gekühlt haben“, wo ich verletzt wurde.

Du bist ein Gott, der mich sieht, sagt der Mensch in seiner Not. Und diese Not wird gelindert. Es entsteht die Gewissheit, dass „nichts mich trennen kann, von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist“. Wohin ich Mensch auch renne, was ich auch tue, was mir auch angetan wurde – es gibt einen Ort, an dem ich Ruhe finde, zu mir komme, meinem Dunkel und dem meiner Mitmenschen begegne. Ich kann es aushalten und – vergeben. Das steht am Anfang: Gott vergibt.

Wenn wir diese Erfahrung machen – und sei es im größten Dunkel – wird der Weg frei zu einem Leben in innerer Freiheit. Es gibt den Weg zum Licht, zur Liebe, auch für unsere Nächsten. Die Geschichte von Sarai und Hagar zeigt uns, dass Gott schon am Anfang Menschen begegnete, indem er sie sah. Wenn wir uns mit seinen Augen betrachten, werden wir gewahr, dass da so manches ist, was nicht passt. Schuld. Wenn wir uns mit seinen Augen sehen, werden wir auch gewahr, dass es immer einen Weg der Liebe gibt: Vergebung. Diese, auf mich selbst bezogen, öffnet mir die Augen. Ich kann mich sehen, weil Gott mich sieht, brauche nicht mehr fliehen vor mir. Das ist mit Sicherheit nicht der Weg des geringsten Widerstandes. Vielmehr ist es ein Weg des Segens, für mich und für andere.

Wer will gesehen werden? Da ist ein Gott, der Dich sieht!

 

Amen

 

Lied: Bleib bei mir Herr EG 488

 

Segen: So segne Dich und mich Gott, der Liebe und Leben ist. Gott löse Blindheit und Taubheit, mit der wir uns schlagen und decke auf, was verborgen ist. Gott segne den Weg, den wir gehen, um einander zu vergeben und damit seiner Liebe und seinem Leben zu entsprechen.

So segne und behüte uns Gott, der die Liebe ist, es segne uns Gott Vater und Sohn und Heiliger Geist. Amen.

 

 

Herzliche Grüße,

Martin Schmelzer, Pfarrer

 

Pressefoto Kirche St Briccius Trotha

Pressefoto Kirche St Briccius Trotha

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