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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Geistliche Impulse

„Gott nahe zu sein ist mein Glück.' (Jahreslosung 2014) - Dieter Schubert, Pfarrer im Kirchspiel Halle Süd/Hohenweiden/Holleben (12/2013-01/2014)

„ Gott nahe zu sein ist mein Glück. „ - Psalm 73 – Vers 28: Das ist ein Satz. Das ist ein Wunsch. Das ist eine Erfahrung. Das ist ein Bekenntnis. Das ist die Jahreslosung der evangelischen Kirche für das Jahr 2014.

Gott nahe zu sein ist mein Glück – mit dieser Einsicht endet ein intensives Lied. Asaph singt es, ein Mann der zur Zeit Davids lebt. Er gehört wahrscheinlich zur Rotte Korach, einer ganz frommen Gruppe des alten Israel. Fromm sind sie - und gescheitert sind sie schließlich. Das ganze Lied spiegelt die Erfahrungen individueller Ohnmacht und Ungerechtigkeiten. Die ganze Litanei beklagt das Schicksal der Gruppe von einst. Sie hatten neues gewagt, sie hatten gegen Mose und Aaron gemeutert und wurden vom Erdboden verschluckt – damals. Und Asaph der Nachfahre singt das alte Lied. Er fragt nach der Gerechtigkeit Gottes. Warum so viel sinnloses Leid in der Welt. Und er klagt: Sieh doch, wie gut es den Bösen oft geht!

Und dann beschreibt er sie, die Übeltäter, fast poetisch: Hochmut tragen sie als Halsschmuck und Gewalt als Gewand….,sie tragen ihre Zunge auf Erden spazieren … immer im Glück häufen sie Reichtum auf Reichtum ( Verse 6-12) Wie geht es den Gottlosen so gut. Das ist auch unsere Erfahrung. Wo ist da Sinn? Warum trifft es immer die Kleinen, die Armen ? Wo ist da Gerechtigkeit ? Warum soviel Leid ? Wo ist Gott ? Die Strecke derer die Unrecht leiden ist lang . Hiob. Asaph. Jeremia. Jesus.

Klepper. Bonhoeffer . Asaph – der betende Dichter verschweigt nichts. Asaph – der dichtende Beter redet nichts schön. Begreifen will er . Verstehen will er . Fast will er werden wie die anderen. Fast – dieses Fast (V15) würde ihn zum Verräter machen . Und so quält er sich weiter. Und es öffnen sich Tore. Und es öffnen sich seine Augen. Und er erlebt das Heiligtum. Es ist völlig offen, ob Asaph mit „Heiligtum“ den Tempel meint, oder ein Gespräch in der Gemeinde, oder ein Vieraugengespräch mit einem anderen Menschen, oder einen Traum, oder einfach einen guten Schlaf oder ein Gebet. Eins ist entscheidend: er hat eine Wandlung erlebt, eine völlig neue Erfahrung.

Wir werden sie bedenken dürfen, diese Losung – das ganze nächste Jahr. So schön sie wirkt, so schwer ist sie erkämpft, erworben, erglaubt. Wir auf der Silberhöhe erwarten wieder jeden Monat Prediger, die diesen Satz mit uns lesen und meditieren. Mal sehen, wie nahe wir uns dann kommen.

In der weihnachtlichen Zeit kommt Gott uns ganz nah, das ist ein Glück. Es möge Ihnen widerfahren Bleiben Sie Gott befohlen – Ihr Pastor Schubert.

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