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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Geistliche Impulse

Jene,die annehmen, dass alle Dinge dem Zufall entspringen, hätten recht,wenn … - Ralf Döbbeling, Pfarrer in der Bartholomäusgemeinde (08-09/2013)

Der Zufall als Ursprung aller Dinge. Das heißt, dass Glück und Unglück,letztlich die Vielfalt der Welt zufällig sind. Sie sind nichtnotwendig oder zwangsläufig.
Ich verstehe den Gedanken, kann aber nicht zustimmen.
Ich komme gerade aus einer Zeit, die mich zweifeln lässt, ob der Zufalldas gefügt hat. Begegnungen, Engagement, Engagement kamen zusammen und haben mir einen Weg gebahnt. Darüber bin ich froh. Und mir ist, als wenn an diesen Zufällen noch die Fingerabdrücke Gottes kleben. Mir fällt das nicht schwer zu glauben, auch wenn ich Gott so wenig sehe wie andere Menschen. Es stört mich auch nicht, dass er dabei inkognito bleiben will, so dass ich ihn auch Zufall oder Schicksal oder sogar Schwein nennen dürfte. Schwein gehabt! Aber ich nenne ihn Vater.
Ich weiß, dass das vielen Menschen schwer fällt. Sie halten es für unwissenschaftlich. Es ließe sich mit dem modernen Wissenschaftsbild nicht vereinbaren.

Der Satz von Thomas Browne (engl. Dichter) geht aber noch weiter. "Jene, die annehmen, dass alle Dinge dem Zufall entspringen, hätten recht, wenn sie nicht darauf beständen." Auch der Zufall ist logisch betrachtig eine zufällige Erklärung. Ein notwendiger Zufall? - Unlogisch.
So wie man Gott mit Vertrauen und Gottesfurcht begegnet, muss man auch dem Zufall gelassen begegnen. Nichts läßt sich zwingen. Es wird Gott und Zufall immer nebeneinander geben. Ihre Anhänger dürfen sich nicht beleidigen oder verfolgen.

Ich möchte mit der Geschichte eines Mannes schließen. Der Mann war gelähmt. Zufall? Der Mann hatte Freunde. Vier gute Freunde. Zufall? Eines Tages kam Jesus in die Stadt. Zufall? Die Freunde dachten:jetzt oder nie. Sie legten den Mann auf ein Tuch und trugen ihn zu Jesus. Das war nicht einfach. Erst eine entschlossene Aktion, den Freund von oben direkt zu Jesus abzuseilen, brachte die Lösung. Jesus wollte ihn nicht nur heilen, sondern er wollte noch mehr für ihn tun. Zufall? Der Mann ging auf seinen eigenen Füßen wieder von dannen.
Ein Christ ist ein Mensch, der den Zufall durchschaut und Gott fröhlich dankt!

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