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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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Geistliche Impulse

Anfänge machen… - Dr. Ariane Schneider, Kreisschulpfarrerin (8-9/2015)

Wir stehen am Anfang, das weiß doch jedes Kind; Ende August beginnt schließlich ein neues Jahr: das Schuljahr. Anfang an einer neuen Schule. Neuen Anlauf nehmen. Alte Zensuren hinter sich lassen. Neue Freundschaften, neue Probleme, neue Chancen.

Für Kinder ist der neue Anfang mitten im Jahr ganz normal, so wie es für die Erwachsenen normal ist, ihre Kalenderwochen brav weiter zu zählen, bis KW 52 erreicht ist. Denn Erwachsene wollen immer was zu Ende bringen. Kinder eher nicht.

Kinder fangen erst einmal an. Je nachdem geht es dann weiter, oder eben nicht. Da bleibt auch manches auf der Strecke, was sich nicht bewährt hat und anderes wird später vielleicht neu wiederentdeckt.

Erwachsenen fehlt dieser Freiraum oft. Wer wünscht sich da nicht zurück in die Kindheit. „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen!“ (Mt 18,3). Fordert uns der Monatsspruch für September nicht gerade dazu auf? Ein bisschen weniger Verantwortung hier, etwas mehr Verspieltheit da, mal einfach in den Tag hinein leben – wäre das nicht himmlisch? Nein, das wäre es nicht. Kindische Erwachsene? - Wie peinlich! Im schlimmsten Fall, schämen sich die Kinder nicht nur für ihre Eltern, sondern fühlen sich auch noch verantwortlich für sie. Regress, Rückschritte machen, Zurückentwicklung, ist nicht das Gleiche wie Umkehr und schon gar kein Himmelreich.

Umkehr heißt, die Denkrichtung verändern:
Wir denken oft von einem Ziel aus und wählen dementsprechend einen Anfang. Oder wir denken: Ende gut, alles gut. Kehr dich mal um, betrachte die Dinge wie ein Kind! Denk nicht an das Ende, sondern an den Anfang. Vielleicht erkenne ich plötzlich: Ich liebe jemanden nicht, weil ich ihn so gut kenne, sondern ich erkenne ihn, weil ich ihn liebe und ihn verstehen möchte. Ich bete nicht, weil ich glaube, sondern ich glaube, weil ich bete und das Gebet mich trägt. Welche Anfänge sind Ihnen wichtig, wenn Sie die Dinge nicht vom Ende sondern vom Anfang her betrachten?

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