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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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26.10.2017

Hören, hören, hören: Von ersten Eindrücken und großen Hoffnungen der neuen Gemeindepädagogin in Wörmlitz-Böllberg

Gunda Ortmann

So ein Neuanfang hat es immer in sich. Da bilden Kirchgemeinden und ihre neuen hauptamtlichen Mitarbeiter keine Ausnahme. Eine spannende und herausfordernde Phase, voller Möglichkeiten und Hoffnungen.

Am 16. Oktober ist für die Wörmlitz-Böllberger Gemeinde solch eine aufregende Zeit angebrochen. Seit Montag der vergangenen Woche versieht Gunda Ortmann ihren Dienst vor Ort. Mit dem Dienstantritt der 45jährigen ordinierten Gemeindepädagogin endet eine mehr als einjährige Zeit der Vakanz. Ortmann ist zu 50 Prozent ihres Stellenumfangs mit pfarramtlichen Aufgaben in der Gemeinde betraut. Die andere Hälfte steht der Pädagogin für die Konfirmanden- und Jugendarbeit in der Region zur Verfügung.

Wir sprachen mit der „waschechten“ Magdeburgerin über Abschied und Ankommen:

Red.: Wie geht es Ihnen nach der ersten Woche im Dienst vor Ort?

G.O.: Naja, es ist schon ganz schön anstrengend – aber in positiver Hinsicht. Es macht Spaß, aber es ist wirklich viel aufnehmen müssen und dürfen – also ganz viel hören, hören, hören und merken, merken, merken.

Alles ist irgendwie neu, auch wenn man eine gewisse Erfahrung mitbringt. Natürlich weiß man bestimmte Dinge zu tun, aber sie passieren eben alle in einem neuen Kontext. Also, wenn ich z.B. einen Gottesdienst zu halten habe, dann weiß ich was ich zu tun habe. Aber es stellen sich dann die Fragen: „Wie ist es hier im Raum? Was ist das besondere an der Liturgie in dieser Gemeinde? etc.“ und das will ja auch alles beachtet werden. Und daneben gibt es noch das private Einleben. Und das jetzt alles zu halten, also aufmerksam für die Arbeit zu sein und die Familie nicht aus dem Auge zu verlieren, das ist jetzt die größte Herausforderung.

 

Red.: Was mussten Sie schweren Herzens zurücklassen in Magdeburg?

G.O.: (Überlegt) Das Vertraute, also dass ich einen verlässlichen Platz habe und wusste wie alles geht. Und jetzt muss ich gucken, wie ich mich neu orientiere, aber das gehört ja zu solch einem Neuanfang irgendwie mit dazu. Und dann sind da noch die Menschen. Menschen zu denen man eine Beziehung aufgebaut hat, durch die Arbeit. Ich hatte einen sehr schönen Abschied gehabt und da war es dann schon schwer zu sagen: „So, das war´s jetzt Leute!“ (lacht).

Aber im Ernst: Man nimmt das natürlich mit als Erinnerung und es gibt sicherlich den ein oder anderen, von dem man nochmal etwas hört. Aber jetzt es ist ja auch irgendwie meine Aufgabe mich zurückzuhalten, damit ein eventueller Nachfolger – denn es jetzt noch nicht gibt – dann da auch Platz haben kann.

 

Red.: Wenn wir uns in einem Jahr sehen, was hoffen Sie, worüber Sie dann berichten können?

G.O.: Für die Jugendarbeit wünsche ich mir, dass da nicht sonst etwas großes passiert, sondern eher, dass da eine Pflanze anfängt zu wachsen.

Ansonsten hoffe ich, dass ich – auch mit Blick auf die Erweiterung meiner jetzigen pfarramtlichen Aufgaben um den Arbeitsbereich Gesundbrunnen - in einem Jahr das Gefühl habe: „Gut, das bekomme ich irgendwie hin.“ Und für die Gemeinden – wenn es jetzt nicht nur um mein Zusammenlegen der Arbeitsbereiche geht – wünsche ich mir, dass wir sagen können, dass wir gut auf einem gemeinsamen Weg sind. Das ist vielleicht eher das Inhaltliche dazu.

 

Red.: Was heißt das genau?

G.O.: Die Region steht ja schon vor der Frage, wie geht das jetzt hier weiter und wie geht es nach Möglichkeit auch zusammen weiter. Und da gibt es gute Ansätze. Also die Ehrenamtlichen haben hier z.B. schon eine Zukunftswerkstatt gemacht. Das finde ich sehr beeindruckend. Und so wär es schon schön, wenn nach diesem einen Jahr eine Idee davon entsteht: „Nicht jeder für sich, sondern wir denken und gestalten Gemeindeleben hier auch irgendwie über die Gemeinde hinaus zusammen.“

Red.: Vielen Dank Frau Ortmann und weiterhin gutes Ankommen und offene Ohren.

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