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Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis

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15.05.2017

Ach Du lieber Augustin…: Verabschiedung von Kantor Martin Fritzsche in Teutschenthal

Verabschiedung von Kantor Martin Fritzsche

„Jawohl!“, schallt es zackig von der Empore. Eine mehr als deutliche Antwort, die Kantor Martin Fritzsche dem nach oben blickenden Pfarrer Volker Rösiger in der Teutschenthaler Kirche St. Viti entgegnet. Mit seiner unüberhörbaren Antwort bekräftigte der Musiker und Komponist die Einschätzung des Seelsorgers, dass – in den meisten Fällen – gelungene Miteinander der Beiden in den vergangenen Jahren. Anlass für dieses kurze und resümierende Zwiegespräch, war der letztmalige Einsatz von Martin Fritzsche in seiner hauptamtlichen Funktion als Kantor vor seinem Ruhestand.

Es liegt in der Natur eines Verabschiedungs-Gottesdienstes, dass dieser im gemeindlichen Leben eine herausragende Stellung besitzt. Das Scheiden eines Kantors – insbesondere wenn er über so ein kompositorisches Händchen und Improvisationsgeschick verfügt, wie Martin Fritzsche – sticht dabei noch einmal besonders heraus. Vielleicht fiel auch deswegen die Wahl des Termins auf den Sonntag im Kirchenjahr, der den Namen „Kantate“ („Singet!“) trägt.

„Musik ist eine Gottesgabe, die uns hilft zu leben.“, sagte Superintendent Hans-Jürgen Kant in seiner Predigt. Im Leben eines Kantors besitzt diese Aussage zweifelsohne noch einmal eine besondere Qualität. Insbesondere dann, wenn – wie im Leben von Martin Fritzsche – die Pfade nicht geradlinig, ja manchmal sogar entgegengesetzt verliefen. Erst nach seiner Lehre als Chemiefacharbeiter in den Leunawerken, führte der berufliche Werdegang den späteren Kantor in die Kirchenmusik. Er versah seine Dienste u.a. in der Marktgemeinde und als Regionalkantor. Letztlich führte ihn der berufliche Weg wieder an die erstmalige Stätte seines Wirkens, den Bereich Teutschenthal zurück. Im städtischen Bereich war sein musikalischer Einflussin den letzten Jahren in den Gemeinden Petrus und Bartholomäus spürbar.

In Erinnerung blieb er aber nicht nur wegen seiner Arbeit als Kantor. Auch seine Kompositionen hinterließen einen bleibenden Eindruck. Der Mitinitiator der Musikreihe „Dialog“, in der vor zwei Jahren zehn Uraufführungen im Evangelischen Kirchenkreis Halle-Saalkreis zu hören waren, steuerte er selbst auch eine Komposition bei.

Eine – hoffentlich nicht letztmalige – Kostprobe seines musikalischen Arrangement- und Improgeschicks gepaart mit seinem trockenen Humor, gab es zum Ausklang des Verabschiedungsgottesdienstes. Seine Version von „Ach Du lieber Augustin“ quittierten die Anwesenden mit einem kräftigen Applaus und ebenso herzhaften Lachen.

Lieber Herr Fritzsche, bewahren Sie sich diesen Humor. Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segen auf Ihren kommenden Wegen.

Übrigens: Glücklicher Weise scheint man für den Chor Teutschenthal mit Frau Lange eine ehrenamtliche Lösung gefunden zu haben. Also – entgegen der finalen Musikimpro – ist nicht alles hin.

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